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Ein Mann hat eine Tonne Wasser geschöpft und in seine
Wohnung gebracht. Besitzt er einen nothwendig mit seiner Arbeit
im Verhältniß stehenden Werth? In diesem Falle wäre dieser
Werth unabhängig von dem Dienste, welchen er leisten kann. Noch
mehr, er wäre unveränderlich, denn die gethane Arbeit ist für ein
Mehr oder Minder nicht mehr empfänglich.

Nun, den nächsten Tag, nachdem die Tonne Wasser geschöpft
und herangebracht worden ist, kann sie allen Werth verlieren, wenn
es z. B. während der Nacht geregnet hat. Alsdann ist Jedermann
versorgt, sie kann keinen Dienst leisten, man begehrt ihrer nicht.
In der Sprache der Volkswirthschaft ausgedrückt: es ist keine
Nachfrage.

Dagegen kann sie einen beträchtlichen Werth erlangen, wenn
außerordentliche, unvorhergesehene und dringende Bedürfnisse sich
kund geben.

Was folgt hieraus? daß der Mensch, indem er für die Zu⸗
kunf arbeitet, nicht genau den Preis vorher weiß, welchen die Zu—
kunft seiner Arbeit aufbewahrt. Der einem körperlichen Gegenstande
einverleibte Werth wird höher oder geringer sein, je nachdem der⸗
selbe mehr oder weniger Dienste leistet, oder richtiger gesagt, die
menschliche Arbeit, der Ursprung dieses Werthes wird je nach den
Umständen eine größere oder geringere Belohnung empfangen.
Diese Zufälligkeiten zu berechnen ist Sache der Voraussicht, welche
hrerseits auch ein Recht auf Belohnung hat.

Aber welche Beziehung besteht zwischen diesen Werthschwankun-
zen, zwischen dieser Veränderlichkeit in der Belohnung, welche die
Arbeit erwartet, und der wunderbaren Industrie der Natur, den
großen physischen Gesetzen, die ohne unsere Mitwirkung das Wasser
des Oceans bis zur Quelle geführt haben? Läßt sich daraus, daß
der Werth jener Tonne Wasser mit den Umständen sich verändern
kann, schließen, daß die Natur zuweilen viel, zuweilen wenig, zuwei
len garnichts für die Verdunstung, das Fortschaffen der Wolken des
Deeans auf die Berge berlange, das Frieren, Thauen und die ganze
bewunderungswürdige Einrichtung sich bezahlen läßt, durch welche
die Quelle gespeist wird?