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und Gewicht, eine Reform des Unterrichtes, die Einführung eines
Katasters und eine Menge anderer Sachen, die alle zur Befreiung
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der Getreideausfuhr auf, überzeugt, daß der freie Verkehr am
besten dem Mangel vorbeuge.

Da die Freigebung des Getreidehandels gerade mit einem
Mißjahre zusammentraf, so widersetzte sich das Volk der Maßregel
und plünderte die Getreidezufuhren, so daß Turgot endlich Gewalt
brauchen mußte. Dadurch, und indem sogar Männer wie Galiani
und Necker die thörigten Vorurtheile der Zeit vertheidigten, wurde
der wohlwollende Minister sehr unpopulär.

„Das Recht, zu arbeiten,“ sagt Turgot, „ist das erste, heiligste
und unberjährbarste; denn indem Gott dem Menschen Bedürfnisse
gab, machte er für ihn das Hilfsmittel der Arbeit nothwendig.“
In diesem Ausspruche kommt er dem richtigen Begriffe von Werth
so nahe, wie keiner seiner Vorgänger und wenige seiner Nachfolger.

Das Mißlingen seiner Entwürfe ist hauptsächlich der geringen
Bildung des Volkes und seinem Irrthume über die Bodenrente
zuzuschreiben. Man kann ein Volk nicht rascher glücklicher machen,
als dieses seiner Entwicklung nach sein kann, und muß daher die
Vorurtheile desselben schonen. Dies war auch der Mißgriff Jo—
sephs II., der seine Reformen zu rasch und gewaltsam einführte.
Ein Theil des Widerstandes gegen Turgot war aber auch ge—
rechtfertigt.

Die Grundbesitzer, welche ihn früher gegen das Geschrei der
Menge wegen des Getreidehandels unterstützt hatten, erhoben sich
gegen die Grundsteuer, welche alle anderen Steuern ersetzen sollte,
und wie Recht sie hatten, bewies die spätere Durchführung dieser
Maßregel durch die constituirende Versammlung. Sie entblößte
die Staatskasse eines Drittheils ihrer Einnahme und belastete die
Grundbesitzer übermäßig.

Unter der Herrschaft des phhsiokratischen Systems hat sich die
Ansicht gebildet und zu Aufang des jetzigen Jahrhunderts Geltung
bekommen, daß die Grundsteuer gar keine Steuer, vielmehr eine
bvom Staate auf dem Grundeigenthum vorbehaltene Rente sei,