Das Geld.

Der Tausch tritt in seiner primitiven Form auf, wenn zwei
Personen, von denen jede ein Verlangen hegt und den Gegenstand
Fesitzt, der das Verlangen der andern befriedigen kann, sich einander
diesen abtreten, oder übereinkommen, daß sie eine jede eine besondere
Arbeit übernehmen, um das Gesammtprodukt nach einem vorher
besprochenen Verhältniß zu theilen. Man kann sich aber den Tausch
als einen Kreislauf vorstellen, der mehr als zwei Personen umfaßt.
Paul leistet Peter einen Dienst, der dem Johann einen von gleichem
Werth erweist: dieser erweist wieder Paul einen Dienst von gleichem
Werthe und so ist Alles ausgeglichen. Im Dorfe bezahlt der Bauer
mit seinem Getreide die Leistungen des Schneiders, des Barbiers,
des Schulzen, des Pfarrers, des Materialisten; der Schmied, der
Barbier, der Schneider geben das Getreide, das sie vom Bauer
empfangen, wieder an den Materialisten für die Waaren, die sie
im Laufe des Jahres entnehmen. Der Kreislauf des Tausches kann
iich wegen der natürlichen Hindernisse, die ihm im Wege stehen,
aicht weit erstrecken. Wie soll man z. B. sein Haus gegen die
tausend Verbrauchsgegenstände vertauschen, deren man während des
Janzen Jahres bedarf? Jedenfalls kann der Tausch nicht über den
engen Kreis von Personen hinausgehen, die sich kennen. Die Mensch⸗
heit würde sehr schnell am Ende der Arbeitstheilung, an der Grenze