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abgeschätzt aber nicht geradezu, sondern durch Vergleichung mit jener
Zwischenwaare, die wir Geld nennen.

Hat man zugegeben, daß der Tausch zugleich die Ursache und
die Wirkung der Arbeitstheilung ist, daß diese die Genüsse im Ver⸗
hältniß zu den Anstrengungen vermehrt: so liegt auf der Hand,
welche Dienste das Geld der Menschheit erweist, — bloß dadurch,
daß es den Tausch erleichtert. Dank dem Gelde, hat sich der Tausch
——
schaft seine Dienste, ohne zu wissen, wem sie die daran geknüpfte
Befriedigung verschaffen werden. Ebenso zieht er aus der Gesell—
schaft nicht unmittelbare Dienste, sondern Thaler, mit denen er
schließlich Dienste kanft, wo, wann und wie es ihm beliebt. So
erhebt sich der Umsatz über den Kreis der Bekannten, über Zeit und
Raum. Meistens weiß Niemand, durch wessen Austrengung seine
Bedürfnisse befriedigt werden, und wessen Verlangen seine eigenen
Anstrengungen Befriedigung verschaffen. Der Tausch besteht schließlich,
durch die Vermittlung des Geldes, aus unzähligen Umwechselungen,
bei denen die contrahirenden Theile sich nicht kennen.

Der Tausch ist eine so große Wohlthat für die Gefellschaft,
daß sie, um ihn zu erleichtern und zu vervielfältigen, sich nicht auf
die Einführung des Geldes beschränkt hat. Auf das Zusammen ⸗
fallen von Bedürfniß, Austrengung, Befriedigung in demselben In⸗
dividuum, auf den einfachen Tausch zwischen Zweien, auf den aus
Kauf und Verkauf zusammengesetzten Tausch folgt noch der Umsatz
mittelst des Credits, durch Hypotheken, Wechsel, Banknoten u. s. w.
Dank diesem wunderbaren Mechanismus, der der Civilisation ent⸗
sprossen ist, sie und sich selbst mit ihr vervollkommnet, kann eine
Anstrengung, die heute Jemand in Paris übernimmt, die Bedürfnisse
eines Unbekannten jenseit des Oceans und nach Jahrhunderten be⸗
friedigen, während er selbst nichtsdestoweniger sogleich seine Beloh—
aung erhält durch Leute, welche sie vorschießen und die Ausgleichung
aus fernen Ländern oder von einer fernen Zukunft erwarten.

Den Ursprung des Geldes entwickelt Adam Smith in folgender
Weise: „Wenn die Theilung der Arbeit einmal durchweg eingeführt
ist, so ist derjenige Theil von eines Menschen Bedürfnissen, welcher