durch das Product seiner eigenen Arbeit befriedigt werden kann,
nur ein sehr kleiner. Den bei weitem größten Theil derselben be—
friedigt er dadurch, daß er jenen Produktenüberschuß seiner Arbeit,
der weit über seine eigene Consumtion hinausgeht, gegen solche
Producte von Anderer Arbeit, die er gerade braucht, vertauscht.
Dann lebt Jeder durch Tausch, oder wird gewissermaßen ein Kauf—-
mann, und die Gesellschaft selbst wird zu dem, was eigentlich eine
Handelsgesellschaft ist.

Als jedoch die Theilung der Arbeit zuerst Platz griff, muß
dieses Tauschen häufig in seinen Operationen sehr in's Stocken ge⸗
bracht und gehemmt worden sein. Nehmen wir an, der Eine habe
mehr von einer Waare, als er braucht, während ein Anderer we—
niger hat. Natürlich wäre der Erstere froh, wenn er einen Theil
dieses Ueberflusses ablassen, der Letztere, wenn er ihn einhandeln
könnte. Hätte indeß der Letztere gerade Nichts, dessen der Erstere
benöthigt wäre, so könnte kein Tausch zwischen ihnen zu Stande
kommen. Der Fleischer hat mehr Fleisch in seinem Scharren, als
er selbst verzehren kann, und der Brauer und Bäcker würden gern
einen Theil davon kaufen; allein sie haben nichts zum Tausch zu
bieten, als die verschiedenen Producte ihrer respectiven Gewerbe,
und der Fleischer ist schon mit allem Bier, das er unmittelbar
braucht, versehen. In diesem Falle läßt sich kein Tausch zwischen
ihnen machen. Er kann nicht ihr Kaufmann, sie nicht seine Kunden
sein, und sie sind so einander alle drei von weniger gegenseitigem
Nutzen. Um den Uebelstand einer solchen Lage zu vermeiden, wird
jeder kluge Mensch zu allen Zeiten der Gesellschaft nach der ersten
Einführung der Arbeitstheilung natürlich bemüht gewesen sein, seine
Einrichtung so zu treffen, daß er außer dem besonderen Prodnete
seines eigenen Fleißes jederzeit noch eine gewisse Menge von einer
oder der anderen Waare in Bereitschaft hatte, von der er voraus—
setzen konnte, daß wahrscheinlich wenig Menschen sie beim Tausche
gegen das Product ihres Fleißes zurückweisen würden.

Mancherlei verschiedene Waaren sind gewiß nach und nach
dazu für geeignet gehalten, und zu diesem Zwecke angewendet wor⸗
den. In den rohen Zeiten der Gesellschaft soll Vieh das allgemeine