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Handelsmittel gewesen sein, und obgleich es ein unbequemes sein
mußte, so findet man doch in alter Zeit häufig die Dinge nach der
Stückzahl des Viehes geschätzt, welches dagegen in Tausch gegeben
wurde. Die Rüstung des Diomedes, sagt Homer, ist nur neun
Ochsen werth, die des Glaukus aber hundert. Salz soll das ge
wöhnliche Handels . und Tauschmittel in Abyssinien sein, eine Art
Muscheln in einigen Landestheilen an der indischen Küste, Stockfisch
auf Neufoundland, Taback in Virginien, Zucker in einigen unserer
westindischen Colonien, Häute oder zugerichtetes Leder in anderen
Ländern, und noch heute giebt es ein Dorf in Schottland, wo es,
wie man mir gesagt hat, nichts Ungewöhnliches ist, daß ein Arbeiter
statt des Geldes Nägel in den Bäckerladen oder im's Bierhaus
bringt.

Indessen scheint es, daß die Menschen in allen Ländern zuletzt
durch unwiderstehliche Gründe dahin gebracht wurden, zu diesem
Zwecke den Metallen vor allen andern Waaren den Vorzug zu
geben. Die Metalle lassen sich nicht nur mit so wenig Verlust, als
nur irgend eine andere Waare erleidet, aufbewahren, indem kaum
irgend eine andere Sache weniger dem Verderben preisgegeben ist,
sondern sie können auch ohne Verlnust in eine Menge Theile geson⸗
dert werden, da die Theie durch Schmelzung sich leicht wieder ver⸗
einigen lassen: eine Eigenschaft, welche keine andere gleich dauerhafte
Waare besitzt, und die mehr als jede andere Eigenschaft sie dazu
— Eirculationsmittel zu werden. Wer
3z. B. Salz kaufen wollte, und nur Vieh dagegen zu geben hatte,
war gezwungen, auf einmal Salz zum Werthe eines ganzen Ochsen
oder eines ganzen Schafes zu kaufen. Er konnte selten weniger
kaufen, weil dasjenige, was er dafür geben wollte, selten ohne Ver⸗
ust getheilt werden konnte; und wollte er mehr kaufen, so mußte
er aus denselben Gründen das Doppelte oder Dreifache kaufen,
d. h. den Werth von zwei oder drei Ochsen, von zwei oder drei
Schafen. Hatte er hingegen statt der Schafe oder Ochsen Metalle
im Tausch zu geben, so war es leicht, die Menge des Metalls mit
— — bedurfte, in ein
genaues Verhältniß zu bringen.