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Es wurden von verschiedenen Nationen verschiedene Metalle
zu diesem 8wecke angewandt. Eisen war das gewöhuliche Handels⸗
mittel unter den alten Spartanern, Kupfer unter den alten Römern,
und Gold und Silber unter allen reichen, handeltreibenden Nationen.

Diese Metalle scheinen ursprünglich in rohen Barren ohne Ge—
präge und Ausmünzung angewandt worden zu sein. So berichtet
Plinius auf das Zeugniß eines alten Geschichtsschreibers, daß die
Römer bis auf die Zeit des Servius Tullius kein gemünztes Geld
hatten, und ungestempelte Kupferbarren zum Einkauf ihres Bedarfs
gebrauchten. Diese rohen Barren versahen also damals den Dienst
des Geldes.

Mit dem Gebrauch der Metalle in diesein rohen Zustande
waren zwei wesentliche Uebelstände verbunden: erstens die Mühe
des Wägens, zweitens die des Probirens. Bei den edlen Metallen,
wo ein geringer Unterschied in der Quantität einen großen im
Werthe zur Folge hat, erfordert schon das Geschäft eines genauen
Abwägens wenigstens sehr gute Gewichte und Wagschalen. Na—⸗
mentlich das Wägen des Goldes ist eine sehr delikate Operation.
Bei den gröberen Metallen, wo ein kleiner Irrthum unerheblich ist,
würde allerdings weniger Genauigkeit erforderlich sein; indeß müßte
man es doch höchst beschwerlich finden, wenn ein Arimer jedesmal,
so oft er für einen Pfennig zu kaufen oder zu verkaufen hat, den
Pfennig zu wiegen genöthigt wäre. Die Operation des Probirens
ist noch weit schwieriger und langweiliger, und der daraus gezogene

Schluß ist, wenn nicht ein Theil des Metalls mit gehörigen Auf—-
lösungsmitteln im Schmelztiegel ordentlich geschmolzen wird, völlig
ungewiß. Dennoch mußten vor der Einführung des gemünzten
Geldes die Leute diese langweilige und schwierige Operation vor⸗
nehmen, weunn sie nicht stets den gröbsten Betrügereien und Täu—
schungen ausgesetzt sein, und statt eines Pfundes reinen Silbers
oder reinen Kupfers eine falsche Composition der gröbsten und
wohlfeilsten Materialien erhalten wollten, die äußerlich das Ansehen
hatten, jenen Metallen zu gleichen. Um solchen Mißbräuchen zu⸗
vorzukommen, den Tausch zu erleichtern, und dadurch alle Arten
der Industrie und des Handels zu ermuthigen, sah man sich in