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scheint der Schilling zu einer Zeit nur fünf Pennys enthalten zu
haben, und es ist nicht unwahrscheinlich, daß er unter ihnen eben
so veränderlich war, als unter ihren Nachbaren, den alten Franken.
Seit der Zeit Karls des Großen unter den Franken und Wilhelms
des Eroberers unter den Engländern scheint das Verhältniß zwischen
Pfund, Schilling und Pennh bis auf den heutigen Tag dasselbe
geblieben zu sein, obgleich ihr Werth sehr verschieden gewesen ist.
Denn ich glaube, daß in allen Ländern der Welt Geiz und Unge-
rechtigkeit der Fürsten und Regierungen das Vertrauen der Unter-
thanen mißbrauchten, und nach und nach den wirklichen Metall-
zehalt, welcher ursprünglich in den Münzen vorhanden war, berrin
gerten. Das römische As wurde in der letzten Zeit der Republik
auf den vierundzwanzigsten Theil seines ursprünglichen Werthes re—
ducirt, und wog statt eines Pfundes nur eine halbe Unze. Das
englische Pfund und der englische Penny enthalten gegenwärtig etwa
den dritten, das schottische Pfund und der schottische Pennh etwa
den sechsunddreißigsten, und das französische Pfund und der fran.
zösische Pfennig etwa den sechsundsechszigsten Theil ihres ursprüng-
lichen Werthes. Durch diese Operationen setzten sich Fürsten und
Regierungen in den Stand, dem Scheine nach ihre Schulden zu
bezahlen, und ihre Verpflichtungen mit einer geringeren Masse Silber,
als sonst nöthig gewesen wäre, zu erfüllen. Es war allerdings nur
dem Scheine nach so; denn ihre Gläubiger wurden wirklich um
einen Theil dessen, was ihnen zukam, betrogen. Allen andern
Schuldnern im Staate kam dasselbe Privilegium zu Gute, und sie
konnten, was sie in alter Münze geborgt hatten, mit derselben no—
minellen Summe der neuen, schlechten Münze bezahlen. Solche
Operationen erwiesen sich daher stets günstig für den Schuldner und
berderblich für den Gläubiger, und brachten zuweilen größere und
allgemeinere Revolutionen im Vermögen der Privatpersonen hervor,
als die größte allgemeine Calamität hätte verursachen können.

Auf diese Weise ist das Geld bei allen eivilisirten Völkern das
allgemeine Handelsinstrument geworden, durch dessen Vermittelung
Büter aller Art gekauft und verkauft, oder gegen einander ausge—
tauscht werden.“