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reichen suchen? — Ueberlege die Sache nur recht. Zuerst muß ich
dir bemerklich machen, daß dein erster Erlaß die Frage uur negatib
löste. Wenn man die Ausfuhr des Geldes verbietet, so verhindert
man dadurch wohl, nach unserer Annahme, die Verminderung des
Reichthums, aber man vermehrt ihn nicht.

— Ach, jetzt weiß ich ... die freie Einfuhr des Korns ...
ich komme da auf einen herrlichen Einfall. Die Aufgabe wird
sowohl positiv als negativ gelöst sein, wenn ich auf der einen Seite
die Ausländer verhindere, Geld fortzuführen, und sie auf der an—
dern zwinge, welches einzuführen.

— Immer besser!

— Und dazu genügen zwei einfache Gesetze, in denen vom
Gelde gar keine Rede ist. Durch das eine wird meinen Unter⸗
hanen verboten, irgend Etwas im Auslande zu kaufen, und durch
das andere wird ihnen befohlen, recht viel dort zu verkaufen.

— Vortrefflicher Plan!

— Ist er neu? Dann will ich mir ein Patent darauf geben
lassen.
— Gieb dir nicht die Mühe; man würde dir den Vorraug
der Erfindung sehr streitig machen. Doch nimm dich vor einer Sache
in Acht.

Vor welcher?

— Ich habe dich zum allmächtigen König gemacht. Ich be—
greife, daß du deine Unterthauen verhindern wirst, fremde Producte
zu kaufen; du brauchst blos die Einfuhr derselben zu verhindern.
Dreißig bis bierzig Taufend Zollwächter werden dafür schon sorgen.

— Freilich, eine ziemlich kostspielige Einrichtuug! Doch was
schadets? Das Geld. was sie bekommen, geht doch nicht aus dem
Lande.
— Gewiß nicht; und bei unserem Systeme ist das ja das
Wesentlichste. Aber, wie willst du es anfangen, um den Verkauf
im Auslande zu erzwingen?

— Ich werde ihn durch Ausfuhrprämien ermuthigen, und dazu
meinem Volke einige neue Steuern auferlegen.

In dem Falle werden alle Diejenigen, welche Waaren