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Krieg und die Steuern in's Elend gestürzt haben, und doch bei
jener Ansicht beharren, so sagen sie: „Das Volk ist unglücklich,
weil es nicht genug Geld hat.“ Und da es nicht leicht ist, die
kostbaren Metalle zu vermehren, zumal wenn man alle Mittel der
Handelsbeschränkung, welche angeblich Hilfsmittel dazu sein sollen,
erschöpft hat, so sagen sie weiter: „Wir wollen Scheingeld machen;
nichts ist leichter, und jeder Bürger wird die Hülle und Fülle da—
von haben; sie werden also alle reich sein!“

— In der That, dies Verfahren ist leichter, als andere, und
daun führt es auch nicht zum auswärtigen Kriege.

Nein, aber zum Bürgerkriege.

— Nun, du siehst auch Alles gleich im schwärzesten Lichte.
Doch wohlan, setze mir die Sache gründlich auseinander; denn ich
möchte jetzt wirklich gern wissen, ob Geld Reichthum ist.

— Du wirst mir wohl zugeben, daß die Menschen unmittelbar
auch nicht eins ihrer Bedürfnisse mit Geld befriedigen. Wenn sie
Hunger haben, so brauchen sie Brot; wenn sie entblößt sind, Kleider;
wenn sie frieren, einen Zufluchtsort und Brennmaterial; wenn sie
sich belehren wollen, Büͤcher; wenn sie ihren Aufenthalt verändern
Fuhrwerk ꝛe. Deu Reichthum eines Landes erkennt man an der
Fülle und der guten Vertheilung aller dieser Dinge. Daraus er—⸗
siehst du, wie falsch jener Satz ist: „Das eine Volk gewinnt nur
auf Kosten des andern,“ oder „der Vortheil des Einen ist der
Nachtheil des Andern.“ Als die Söhne Noah's die weiten Ein—
öden dieser Erde unter sich theilten, konnte sicherlich jeder von ihnen
bauen, entwässern, säen, ernten, sich bessere Wohnung, Nahrung und
Kleidung verschaffen, sich mehr ausbilden und vervollkommenen, mit
einem Worte, sich bereichern und seine Genüsse vermehren, ohne daß
in den entsprechenden Genüssen seiner Brüder eine Abnahme zu
entstehen brauchte. Ebenso ist es mit zwei Völkern.

— Ohne Zweifel können zwei Völker, wie zwei Menschen,
wenn sie in keiner Verbindung mit einander stehen, dadurch, daß
sie mehr und besser arbeiten, nebeneinander immer wohlhabender
werden, ohne sich zu schaden. Das wird auch in den von dir be—
kämpften Sätzen gar nicht geläugnet. Sie besagen nichts weiter,