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als daß, wenn bei dem Handel zwischen zwei Völkern oder zwei
Menschen der Eine gewinnt, der Andere verlieren muß. Und das
ist ja auch an sich klar; denn der Tausch an sich vermehrt doch
durchaus nicht die Masse jener nützlichen Dinge, von denen du
sprachst; wenn also nach dem Tausch eine der beiden Parteien mehr
hat, als zuvor, so muß der andere weniger haben.

— Deine Vorstellung vom Tausch ist sehr unbollständig, ja
ziemlich falsch. Wenn Sem auf einer kornreichen Ebene, Japhet
in einem zum Weinbau geeigneten Hügellande, Ham in einem
fetten Weidelande wohnt, und jeder von ihnen anstatt Korn, Wein
und Fleisch zu produciren, seine ganze Arbeitskraft auf dasjenige
Product wirft, welches am besten bei ihm gedeiht, so wird die da⸗
durch im Ganzen erzielte Masse von Korn, Wein und Fleisch sehr
bermehrt. Und bei der Vertheilung dieser Masse durch den Tausch-
handel erlangt jeder von deu ihm fehlenden Producten mehr als er
sich direct hätte prodnciren können. Der Tausch an sich vermehrt
freilich nicht die Masse nützlicher Dinge, aber er macht die Theilung
der Arbeit möglich, welche die Masse nützlicher Dinge unberechenbar
vermehrt, und Allen Vortheil bringt. Wie sollte es auch anders
sein? Wenn wir nur die Freiheit des Austausches voraussetzen, von
dem Angenblicke, wo der Eine der drei Brüder bemerkte, daß er
bei der gewissermaßen gemeinsamen Arbeit schlechter fährt, als wenn
er nur für sich arbeitete, würde er auf den Tausch verzichten. Dar—
aus, daß beide Theile in einen Tausch einwilligen, müssen wir
schließen, daß sie sich beide dabei gut stehen.

— Aber der von dir angegriffene Satz hat doch seine Richtig
keit, sobald es sich um Gold uund Silber haudelt. Wenn man zu⸗
giebt, daß in einem bestimmten Augenblicke in der Welt eine gege⸗
bene Menge edlen Metalls existirt, so ist es doch klar, daß die
Börse des Einen sich nicht füllen kann, ohne daß die eines Anderen
leer wird.
— Ganz recht; weun man also behauptet, daß der Reichthum
im Gelde besteht, so folgt daraus, daß unter den Menschen nur
ein Wechsel des Vermögens, nie ein allgemeiuner Fortschritt statt-
indet; und Das gerade sagte ich dir gleich im Anfang. Wenn du