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gewonnen, oder so angenehm darin, wenn wir mehr Anweisungen
auf einander, also zugleich in demselben Verhältniß mehr Schulden
an einander hätten? Ein Dienst schließt den Gegeudienst in sich;
zwischen beiden muß ein Gleichgewicht sein. Es ist undenkbar, daß
die Gesellschaft mehr Dienste erweise, als sie empfängt; und doch
ist es gerade diese thörichte Einbildung, welche zur Vermehrung des
Geldes, zur Veränderung des Münzfußes, zum Papiergeld u. s. w.
führt. —
— Alles das scheint allerdings in der Theorie ganz ver—
nünftig; aber ich kann mir den Gedanken nicht aus dem Kopf
schlagen, daß wenn durch ein Wunder jeder von uns doppelt so
bdiel Thaler hätte, als früher, jeder mehr kaufen und die Industrie
einen mächtigen Aufschwung nehmen würde.

— Mehr kaufen! Aber was kaufen? Ohne Z8weifel nützliche
Gegenstände, mit denen wir unsere Bedürfnisse befriedigen können,
als da sind: Lebensmittel, Stoffe, Häuser, Bücher, Gemälde n. s. w.
Du müßtest also zuvörderst beweisen, daß alle diese Dinge sich von
selbst vermehren würden, sobald man das vom Himmel gefallene
Gold und Silber münzte, oder die Banknotenpresse in Bewegung
setzte; denn du kannst dir doch vernünftiger Weise nicht einbilden,
daß wenn die Menge Korn, Tuch, Schiffe, Hüte, Schuhe u. s. w.
dieselbe bleibt, der Antheil eines Jeden größer sein kann, weil wir
Alle mit einer größeren Menge Thaler oder Kassenscheinen auf dem
Markte erscheinen. Du erinnerst dich noch der Geschichte mit den
Spielern. In der gesellschaftlichen Ordnung sind die nützlichen
Dinge Das, was die Arbeiter selbst unter den Leuchter legen, und
die Thaler, welche unter ihnen eirkuliren, sind die Marken. Wenn
du die Thaler vermehrst, ohne die nützlichen Dinge zu vermehren,
so wird die Folge nur sein, daß man zu jedem Tausch mehr Thaler
nöthig habe, gerade wie die Spieler mehr Marken für jeden Satz
zrauchten. Einen Beweis hast du auch an dem Verhätniß zwischen
dem Golde, Silber und Kupfer. Weshalb brauchst du zu demselben
Tausch mehr Kupfer als Silber, mehr Silber als Gold? Doch
blos deshalb, weil diese Metalle in verschiedenem Verhältniß auf
der Erde verbreitet sind, — nicht wahr? Und wenn das Gold