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plötzlich in derselben Fülle vorhanden wäre, als das Silber, be—
zweifelst du, daß man für ein beliebiges Ding eben so biel von
jenem wie von diesem bezahlen müßte?

— Du hast vielleicht Recht. Doch wäre es mir lieber, du
hättest Unrecht. Inmitten der Leiden, welche uns umgeben, so grau⸗
sam an sich und so gefährlich durch ihre Folgen, fand ich einigen
Trost in dem Gedanken, daß es ein leichtes Mittel gäbe, alle
Glieder der Gesellschaft glücklich zu machen!

— Wenn Gold und Silber Reichthum wären, so wäre es
doch nicht so leicht, ihre Masse in einem Lande ohne Bergwerke
zu vermehren.

— Aber es ist sehr leicht, sie durch etwas Anderes zu ersetzen.
Ich bin mit dir ganz einverstanden, daß uns Gold und Silber
nur als Tauschmittel Dienste leisten. Aber dasselbe thun Kassen-
scheine, Banknoten u. s. w. Wenn wir also Alle viel von diesem
so leicht zu schaffendem Gelde hätten, so könnten wir Alle viel
kaufen, es würde uns nichts abgehen. Deine grausame Theorie
zerstört nun mit einem Male alle Hoffnungen, Einbildungen, wenn
du willst, die aber doch sicherlich einen sehr menschenfreundlichen
Grund haben.

— Ja, wie alle unfruchtbaren Wünsche, die der Menschheit
fehlenden Befriedigungsmittel anders herbeizuschaffen, als durch ver⸗
mehrte Entwickelung geistiger und sittlicher Hebel, und Vermehrung
der Hilfsmittel zur Bethätigung größerer Arbeitskräfte. Die unge⸗
heure Leichtigkeit des Mittels, welches du vorschlugst, genügt, um
seine Nichtigkeit zu beweisen. Glaubst du, daß wenn es hinreichte,
Kassenscheine zu drucken, um alle unsere Bedürfnisse und Gelüste
zu befriedigen, die Menschheit nicht schon längst dieses Mittel aus—
gebentet hätte? Ich gebe dir zu, es ist ein sehr verführerisches
Mittel; es würde mit einem Schlage aus der ganzen Welt nicht
nur den Raub unter allen seinen so verschiedenen und so beklagens
werthen Formen verbannen, sondern sogar alle Arbeit, außer der
der Notenanfertigung, entbehrlich machen. Wunderbar wäre es
nur, wie man mit den Papierscheinen Häuser, wo Keiner baute,