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bollendet, erst dann hast du dir mit deiner Anstrengung eine wirk
iche Befriedigung verschafft.

Hier nun muß man zwei Bemerkungen machen: zuerst, daß
es ein ziemlich gleichgültiger Umstand ist, ob es viel oder wenig
Geld in der Welt giebt. Wenn es viel giebt, so gebraucht man
viel; wenn es wenig giebt, kommt man mit wenig bei jeder Hand-
lung des Verkehrs eben so weit. Es läuft auf Eins hinaus. Die
zweite Bemerkung ist diese: da man bei jedem Kauf und Verkauf
das Geld immer wieder zum Vorschein kommen sieht, so ist man
schließlich dahin gekommen, es als das Zeichen und das Maß der
getauschten Dinge anzusehen.

— Willst du denn etwa leugnen, daß das Geld das Zeichen
der nützlichen Dinge ist, von denen du redest?

— Ein Louisd'or ist eben so wenig das Zeichen eines Sacks
Getreide, als ein Sack Getreide das Zeichen eines Louisd'ors ist.

— Was schadet's aber, wenn man das Geld als das Zeichen
des Reichthums ansieht?

— Man wird dann glauben, eine Vermehrung des Zeichens
genüge zur Vermehrung der bezeichneten Dinge, und wird dann
auf alle die verkehrten Maßregeln verfallen, die du selbst ergreifen
wolltest, als ich dich zum unbeschränkten König machte. Man geht
sogar noch weiter. So wie man im Metallgelde das Zeichen des
Reichthums sieht, so sieht man im Papiergelde das Zeichen des
Metallgeldes, und man schließt daraus, daß es ein sehr leichtes und
einfaches Mittel giebt, um aller Welt die Anuehmlichkeiten eines
hübschen Vermögens zu verschaffen.

— Aber das wenigstens wirst du doch wohl nicht bestreiten
wollen, daß das Geld das Maß der Werthe sei?

— Gewiß bestreite ich auch Das, denn darin gerade steckt
die eigentliche Wurzel der ganzen verkehrten Vorstellung. Es ist
Gebrauch geworden, den Werth aller Dinge nach dem des Geldes
zu bestimmen. Man sagt: dies Ding gilt 5, 10, 20 Thlr., wie
man sagt, es wiegt 5, 10, 20 Pfd., es mißt 5, 10, 20 Fuß,
dieses Stück Land enthält 5, 10, 20 Morgen u. s. w.; und daraus
schließt man dann, daß das Geld der Werthmesser sei.

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