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seitigung der Doppelwährung und Anerkennung der alleinigen Sil⸗
berwährung, indem man die Ausprägung von Goldmünzen fistirte
und die Einziehung der coursirenden belgischen Goldmünzen ver⸗
fügte. Höchst wahrscheinlich wird Belgien indeß auf die Dauer dem
Anschluß an die Veränderungen des französischen Münzwesens sich
nicht entziehen können. Gleiches gilt für die Schweiz und Sardinien,
die doch ebenfalls nach Franes rechnen und die goldenen französi
schen Zwanzig ⸗Franesstücke nicht füglich werden devalviren können.

In Spanien hat ein Gesetz vom 15. April 1848 die Münz-
—DDVV fein)
274 Doublonen zu 100 Realen, und aus der Mark Müůnzsilber
(h fein) 843 Duros zu 20 Realen gemünzt werden, was auf eine
Werthrelation von 1:15,77 hinauskommt. Die Folge ist gewesen, weil
der Werth des Goldes im freien Verkehr sich niedriger stellte, daß
die Goldwährung auch hier seit 1850 factisch zur Geltung kam.
Die spanische Regierung suchte in den Jahren 1830—1852 dieser
Umgestaltung entgegen zu wirken durch Einstellung des Goldaus.
münzens und Devalvdirung der dort viel umlaufenden französischen
und englischen Goldmünzen; jedoch hatte dies keinen vollständigen
Erfolg. Durch ein Gesetz vom Februar 1854 ist denn auch in
Spanien die Wiederaufnahme der Goldausmünzungen nach der
oben erwähnten Norm auf's Neue sanctionirt und seitdem kommt
natürlich die Goldwährung auch dort in gleicher Weise, wie in
Frankreich, mehr und mehr zur alleinigen Geltung.

Portugal ist durch ein am 1. August 1854 erlassenes Gesetz
seit Anfang 1855 entschieden zur Goldwährung übergegangen, in·
dem darnach die Silbermünzen in der Werthrelation von 1:14188
ausgeprägt werden.

Ein ähnliches Verhältniß der Ausprägung der Silbermünze
hat man in Brasilien angenommen, wo ein neues Münzgesetz vom
28. Juli 1849 bestimmt hat, daß 20- Milreisstücke zu 5 Octaves
Münzgold (14 fein) und 2.Milreisstücke zu 7 Oet. 8 Gran Münz
filber (g fein) gemünzt werden sollen, was ein Verhältniß von
1:.1422 ergiebt. Niemand ist gehalten, mehr als 20 Milreis in
Silbermünze in Zahlung anzunehmen.