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ventionsfuße 20 Gulden oder 135 Thaler, nach dem preußischen
Fuße 14 Thaler oder 21 Gulden, nach dem rheinischen oder Reichs—
fuße 245 Gulden. Rechnet man noch einige weniger verbreitete
Münzfuße hinzu, und berücksichtigt dann noch die Verschiedenartig
keit der Eiutheilungen, besonders der Thaler, so sieht man leicht,
welche Schwierigkeiten für den Verkehr aus diesen Verhältnissen
entstehen mußten. Preußen führte 1821 die Eintheilung des Tha
lers in 30 Groschen ein, wie sie schon früher in Schlesien und
Böhmen üblich gewesen (Sachsen und einige andere Länder folgten
später darin nach), wodurch zunächst die Confusion vermehrt wurde.
Ein Fortschritt zur Einigung ging endlich vom Zollverein ans, in—
dem die zollvereinten Staaten mittelst Convention vom 30. Juli 1838
die Ausprägung von Vereinsmünzen zu 2 Thaler—34 rheinische Gul—
den verabredeten. Durchgreifender hat jedoch der Wiener Münzbertrag
bvom 24. Januar 1857 zwischen Oestereich (nebst Lichtenstein) und den
Zollvereinsstaaten gewirkt. Demnach wird das Zollpfundzu 30 Thlen.
oder 45 Gulden (österr. Währ., oder 525 Gulden (süddeutsche Währ.)
ausgeprägt, wobei 55 Sollpfund — Ir Cöln. Mark gesetzt ist. Zur
Vermittelung und Erleichterung des gegenseitigen Verkehrs dienen be—
sonders zwei Hauptsilbermünzen, „Vereinsthaler“, nämlich das Ein—-
dereinsthalerstück (z 1 Thaler — 14 Gulden österreichisch — 14
Gulden süddeutschj und das Zweivereinsthalerstück in doppeltem
Werthe, und waren seit 1838 bis Ende des Jahres 1859 von
dieser Münze im Ganzen schon 105,8339,918 Thaler ausgemünzt
worden. Außerdem ist aber besonders zwischen den norddeutschen
Thalerländern und Oesterreich der Verkehr sehr erleichtert, da Thaler
und österreichische Gulden sich bequem in gleichgeltende Theile zer⸗
legen lassen. Als gemeinschaftliche Goldmünze tritt an die Selle
der früher ausgeprägten die Krone — Iß Pfund feinen Goldes,
und die halbe Krone — 740 Pfund. In Folge des Wiener Ver—
trages sind die Staaten des süddeutschen Münzsystems unterm
7. August 1858 des Weitern übereingekommen, die noch im Umlauf
befindlichen Kronenthaler allmählig aus dem Verkehr zu eutfernen,
in den nächsten fünf Jahren alljährlich 4 Millionen Gulden davon
einzuziehen und vorzugsweise in Vereinsthaler umprägen zu lassen;