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bewerkstelligenden Circulationsmitteln eines Landes besteht innige
Wechselbeziehung. Zn einer Zeit, wo Handel und Gewerbe blühn,
ist eine größere Geldmenge erforderlich, als wenn diese darnieder—
liegen. Vermindert sich der Geschäftsumsatz, so zieht so viel Metall—
geld in den auswärtigen Handel ab, als Umlaufsmittel entbehrlich
werden. Ist der Geschäftsrückgang ansehnlich, und der Vorrath an
Papiergeld bedeutend, dann kann der Fall eintreten, daß das Metall-
geld fast verschwindet, wie in Oestreich, wo die Metallauswanderung
so weit ging, daß sie die Scheidemünze mit sich fortriß. Ist aber
in einem Lande der Vorrath an Papiergeld so groß, daß bei der
geringsten Handelsstockung der Bedarf überschritten ist, oder wird
noch während einer Lähmung der Geschäfte das Papier vermehrt,
dann strömen die Banknoten zur Einlösung gegen baares Geld in
solcher Menge an die Bank, daß diese ihre Baarzahlungen eiustellen
muß, das Staatspapiergeld mit Zwangscours aber finkt unter seinen
Nominalwerth, oder die Preise der Waaren, Löhne u. s. w. steigen
dann in dem Maaße, als die Summe der Circulationsmittel den
Bedarf überbietet. Jede solche Schwankung in der Valuta der Um—

laufsmittel ist aber ein Unglück für den Verkehr, weil es immer
längere Zeit dauert, bis eine Ausgleichung zwischen den Waaren

preisen, den Arbeitslöhnen u. s. w. und dem Papiergelde statt ge⸗

funden hat, und weil inzwischen Verluste gerade die ärmern Klassen

am meisten treffen, indem z. B. Löhne stets nur langsam einer all⸗

gemeinen Erhöhung der Preise nachfolgen, während mit einer Ver—

minderung derselben in der Regel sehr rasch vorgegangen wird.

Bei der Ausgabe von Banknoten und uneinlssbaren Staats
papiergeldes muß also genau die Grenze der zu den im Lande vor⸗
kommenden Tauschen nöthigen Circulationsmitiel beobachtet werden.
Die Ausgabe darf nie die unterste Linie des Bedarfs überschreiten,
wie derselbe beim geringsten Staude des Verkehrs in einem Lande
sein kann oder zu sein pflegt. Weil es schwer ist, diese Grenze ein⸗
zuhalten, und der Staat leicht verführt wird, durch Papieremission
aus vorübergehenden Verlegenheiten sich zu helfen, so macht sich nach
vielfachen übeln Erfahrungen die Ansicht immer geltender, daß un
einlösliches Staatspapiergeld verwerflich sei, und daß man die