410 —
mäßigkeit aller Preis und Werthverhältnisse, in Wahrheit das Ideal
des Circulationsshstems erblickt.

In der sorgfältig gearbeiteten Schrift von C. Schwebemeyer
über das Actiengesellschafts, Bauk. und Versicherungswesen in Eng-
land (1857) finden wir eine ausführliche Geschichte und Prüfung
des englischen Bankwesens, aus der wir das Wichtigste hier wieder—
geben wollen:

Die Bankgeschäfte in England werden zur Zeit vermit—
telt durch:

1. In London und im Umkreise von 65 (eugl.) Meilen.
1) Die Bank von England.

Die Bank von England ist eine Zettel., Depositen, Leih- und
Disconto. Bank. Auf Depositen gewährt sie keine Zinsen und ge—
stattet keine Ueberziehung der Conten. Sie ertheilt keine sogenann—
ten Circularnoten und Creditbriefe nach auswärts. Dagegen stellt
sie sogenannte Bank Post-Vills, zahlbar 8 Tage nach Sicht auf das
Ausland aus. Als Bankier der Regierung hat sie fortwährend
öffentliche Werthpapiere im Deposito, auf die sie Zinsen gewährt; sie
empfängt die öffentlichen Einnahmen und zahlt die Dividenden der
Staatsschuld. Die Bank von Eugland besizzt zur Zeit 1 8weig
etablissement in London und 12 dergleichen in der Provinz. Diese
sind Zettelbanken (emittiren aber nur Noten der Bank von England),
Depositen⸗., Discont und Rimessen Banken; sie machen sehr gute
Discontir. und Rimessen Geschäfte, rentiren aber nicht als Depositen⸗
banken; die Depositen sämmtlicher Zweige belaufen sich nur durch⸗
schnittlich auf L. 1,200.000.

2) Die Privat-Bankhäuser.
Zahl der Zahl der
Firmen. Theilnehmer
a) Bankh. in d. Cith, Mitgl. des Clearing-⸗Hauses 25 103
b) do. NichtMitgl. 21 54
c) do. außerh. d. City- 18 49
im Ganzen: 59 206