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zelegen. Die Genossenschaften hatten die Bestimmungen zu wahren
Volksbanken zu werden, und man sieht, sie eilen dieser Beftim-
nmung mit schnellen Schritten entgegen.

Von dem, was ein Vorschußverein vermag, erzählt V. A. Hu-
ber in seiner Zeitschrift ,Concordia“ ein interessantes Beispiel.
Wenn von den außerordentlichen Erfolgen des Genossenschaftswesens
die Rede ist, sagt derselbe, so hört man oft die kleinmüthig ab
veisende Entgegnung: „das mag Alles ganz gut sein in England
oder in unseren großen Städten, aber für eine deutsche Kleinstadt
ist daran gar nicht zu denken!“ Solchen Bedenken hoffen wir, so—
veit sie ehrlich gemeint und nicht blos Vorwand der Trägheit und
Gleichgültigkeit sind, durch folgende Bemerkungen und Thatsachen
eine merkliche Erleichteruug zu gewähren.

Die Seite der socialen Noth, die sich in kleinen und sonst we—
aig begünstigten Städten besonders aufdrängt, dürfte in der Kürze
etwa in einigen Fragen am besten anschaulich zu machen sein.
Woher die Schadhaftigkeit, die Verkommenheit, das Nichtvorwärts
sondern Zurückkommen in der ganzen äußeren Lebenshaltung auch
der noch mehr oder weniger reputirlichen Klassen der Bewohner,
welches seinen Einfluß auch auf das innere geistige und sittliche Le—
ben nur allzu tief geltend macht? Woher der kümmerliche Betrieb
so manchen Gewerbes, dessen Verdienst trotz aller Mühe und Ar-⸗
deit oft gar nicht hinreicht, den Hausstand leidlich über Wasser zu
halten? Warum kann der Handwerker, wenn das Glück einmal eine
zrößere Bestellung bringt, diese so oft aus Mangel an Rohmaterial
nicht befriedigen? Warum ist sein Handwerkszeug so oft abgenutzt
oder entspricht sonst nicht dem gegenwärtigen Stand des Gewerbes?
Warum werden so manche Dinge nicht beschafft oder nicht in Stand
gehalten, die, wo nicht zu den dringendsten Lebensbedürfnissen, doch
zu den Dingen gehören, die dem Leben auch des kleinen und kleinsten
Mannes ein gewisses Behagen, etwas äußerlich Rechtliches, Tüch-
tiges, Völliges zu geben vermögen und deren Mangel oder schlech—
ter Zustand sogleich den Eindruck der Verkommenheit macht — sei
es ein baufälliges Haus, verfallene Befriedigung des Gartens, al ⸗
tersschwacher Hausrath, schlechter Herd und Ofen, abgenutztes Werk⸗