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zeug, Mangel oder schlechter Zustand an Leinenzeug und Kleidung
u. s. w.? Warum fehlt es bei irgend schlechter Ernte gleich an den
nothwendigsten Vorräthen, wohl gar an Saatkartoffeln u. s. w.?
Warum schlägt bei jeder ungewöhnlichen irgend bedeutenderen Aus-
gabe, Verlust oder Verdienstlosigkeit sogleich das Wasser der Noth
dem Hauswesen über dem Kopf zusammen, da es auf keiner Vor—
lage von Ersparniß oder rasch verwerthbarem Besitz steht? Warum
wird so oft das höhere Lehrgeld des ergiebigeren, angeseheneren
Handwerks gescheut und der Sohn zu dem Erwerb und Stand
bestimmt, der am wenigsten Auslagen kostet, womit er aber um eine
Stufe gegen den bisherigen Stand der Familie zurückkommt? Warum
hängt für die Tochter ein besserer Dienst zu hoch? Warum kann
die Aussteuer nicht beschafft werden, um das Mädchen zu rechter
Zeit und mit Ehren unter die Haube zu bringen, da dann die Ver⸗
suchung um so größer wird, die ihr endlich den Ehrenkranz kostet?
Warum fehlt so oft der Rock zur Einsegnung, zur Communion —
ja, zum Kirchenbesuch überhaupt, auch wo Bedürfniß und Wunsch
noch vorhanden? Oder andererseits: wenn alle oder die nothwen—
digsten dieser Bedürfnisse wirklich befriedigt werden, so daß eine
Weile Alles ganz schmuck aussicht und ganz behaglich seinen Gang
geht — wie kommt es, daß dann so viele Häuser sich mehr und
mehr mit Hypotheken belasten, ein so großer Theil des sauer erwor—
benen Ertrags des Geschäfts oder des Lohnes der Arbeit als Sin—
sen aus der Hand gehen? Faulheit, Ungeschick, Unordnung, Schlem⸗
merei, Schleckerei, Trunk, wirklich leichtsinniges Uebermaaß und
Luxus in allen oder vielen Dingen (vor Allem Schnaps!) — dann
schlimme Zeiten überhaupt — das Alles trägt ohne Zweifel in vie—
len Fällen mehr oder weniger dazu bei, solche Verlegenheiten her-
beizuführen; aber wo nicht überhaupt schon gänzliche Verlumpung
eingetreten, ist die nächste Ursache doch immer Mangel an baarem
Gelde oder Credit! Darum muß man in sehr vielen Fällen, wo
wenigstens die eigene Verschuldung relativ sehr gering ist, entweder
Dinge anzuschaffen unterlassen, die wirklich nöthig, oder man muß
sich das dazu nöthige Geld zu sehr hohen Zinsen und überhaupt
unter den drückendsten Bedingungen von getauften oder ungetauften