Die Handelsfreiheit.

Die menschliche Gesellschaft als solche weiß, so zu sagen, nichts
von Nationalität. Sie gehorcht den allgemeinen Gesetzen der Oeko—
nomie, welche auf dem ganzen Erdball die nämlichen sind, und je
weniger sie in ihrem großen, über die fünf Erdtheile ausgebreiteten
Zusammenhange durch nationale besondere Einrichtungen gestört und
unterbrochen wird, um so leichter wird es ihr, die eigenen Zwecke
zu fördern. Das Projekt einer überall gültigen Weltmünze, das
Bestreben, eine Sprache weit über die Grenzen ihres Ursprungs-
landes hinaus zum iuternationalen Idiom zu erheben, geht unmit .
telbar aus dem Wesen der Gesellschaft im Gegensatz zur Nationalität
hervor. Die Idee des Weltfriedens wurzelt, indem sie die Feind—
seligkeiten der verschiedenen Staaten zu beseitigen strebt, in den
Bedürfnissen der einen und einzigen menschlichen Soecietät.

Das Bewußtsein der Nationalität, das politisch seine Berechti-
gung hat und immer haben wird, hat auf dem mwirthschaftlichen
Gebiet sich als nationaler Separatismus ausgeprägt. Die Mauth ;
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stellt als Grundsatz auf, daß der ökonomische Vortheil eines Volkes
in seinen nach außen gekehrten Beziehungen nur auf Kosten der
andern Nationen gewonnen werden könnte. Noch im vorigen Jahr-
hundert hing man an diesem Prineip so fest, daß beim Abschluß