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Verfassung vom 27. Mai 1815 bis ins Jahr 1849 hinein erhob,
kann nicht als ein Soll sondern nur als eine kleine Finanzgebühr
betrachtet werden. Im Jahre 1835 wurden die von der schwei—⸗
zerischen gemeinnützigen Gesellschaft aufgestellten Fragen: „Soll die
Schweiz dem Grundsatz des freien Handels in seinem ganzen Um-
fange huldigen? Giebt es Fälle, wo Beschränkung desselben nöthig
ist?“ ganz im handelsfreiheitlichen Sinn beantwortet. Der Präsident
der Versammlung erklärte, daß seiner Ueberzeugung nach das In—
seresse des Landes allen ringsum bestehenden Handelsbeschränkungen
gegenüber gänzliches Neutralhalten erheische daß die Schweiz ihr
Gedeihen ihrer eigenen Thätigkeit und der innern Macht ihrer In⸗
dustrie anheimstellen müsse. Ein Herr von Muralt von Zürich er⸗
wähnte, das Prohibitivsystem der Nachbarn wirke günstig auf die
Entwickelung der schweizerischen Industrie, indem es dieselbe von
dem spärlichen Binnenberbrauch hinweg auf die Märkte der ganzen
Welt verweise. Er drang fest auf Entfernung jedes Hindernisses
für den Handel des Auslandes, auf Abschaffung aller 8Sölle und
Transittaxen, die er ein schlechtes Vermächtniß der Unkunde früherer
Zeiten nannte.

Ein im Jahre 1835 abgefaßter Bericht der Züricher Handels.
kammer über die Ordnung der Sollverhältnisse des dortigen Can—
tous spricht die Ueberzeugung aus, daß irgend ein Schritt zur Ein—
führung eines beschränkenden Zollsystems die Interessen des Landes
gefährden, zu einem Verfolgen unrechter und gefährlicher Wege
verleiten und dazu führen würde, den Wohlstand Vieler dem Reich-
hume Weniger zu opfern. Unbeschränkte Freiheit des Verkehrs
bilde die Grundlage des Volkswohlstandes.

Diesen Stimmen fügen wir noch eine andere, ebenfalls aus
den dreißiger Jahren stammende, hinzu:

„Der gegenwärtige Angenblick“ — sagt van der Mühl—.
Burkhardt in seinem an Dr. Bowring im Jahre 1835 erstat⸗
teten Berichte über die Handelsverhältnisse der Stadt Basel — „der
gegenwärtige Augenblick scheint nicht gut gewählt, die Gefahr der
internationalen Handelsbeschränkungen darzulegen; denn durch ein
seltenes Zusammentreffen günstiger Umstände befinden sich alle Fa—