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briken in einem äußerst blühenden Zustande, und zu einer Zeit, wo
Alles wohl geht, möchte sich Niemand versucht fühlen, der Regierung
wegen der Quellen des Wohlstandes Vorwürfe zu machen. Jeder
möchte gern diesen blühenden Zustand der Vorzüglichkeit seines
eigenen Systems zuschreiben, wiewohl die Ursachen hauptsächlich in
Umständen ruhen, über die der Menschenwille nicht gebieten kann.
Doch Jahre des Ueberflusses dauern nicht ewig, und, was das
Fabrikwesen anbelangt, so enden große Anstrengungen meist mit
Ueberfüllung der Handelsplätze, und daraus entstehen Mangel und
Elend, und bei dem Allen darf man politische Wechsel noch gar
nicht anschlagen. Dann laßt uns nach den Ländern blicken, die sich
durch Mauthshsteme beschützen, und sie mit denen vergleichen, welche
sich freien Handel erhalten haben; denn solche Zeiten sind der
wahre Prüfstein des Staatshaushaltes. Dann möchten an die
Stelle dieses künstlichen Wohlstandes die bedauerlichsten Unglücks—
fälle treten; dann möchten die sogenannten Schutzmaßregeln uner—
trägliche Fesseln werden! — Der Mißbrauch des Credits bannt den
Wohlstand und der zu große Gewinn kehrt sich in ungeheuren Ver—
lust, welchen man unmöglich vermeiden kann, mag man die Arbeit
fortsetzen oder einstellen. Dieser Zustand berührt den Fabrikanten,
sein Produkt, seine Werkstätten, seine Maschinen, endet mit dem
Bankerotte von Hunderten und macht ganze Arbeiterbevölkerungen
brodlos und elend. Ohne Zweifel leiden jene unbeschützten Länder
ebenfalls besonders durch die Rückwirkung der Verluste ihrer Nach
barn; aber da sie nie unverhältuißmäßigen Gewinn gezogen haben,
ist der Handel langsamer und sicherer gewachsen.“

So erwog man, namentlich in den dreißiger Jahren, die Frage
von der Handelsfreiheit, oder der Schutzpolitik aus den verschiedensten
Gesichtspunkten in der Schweiz; von allen Gesichtspunkten aus sie
beleuchtend, kam man immer zu demselben ZSiele, zu einer völligen
Verurtheilung jeder Schutzpolitik. Kaum, daß es auch nur eine
kleine schutzzöllnerische Partei unter den Interessenten gab; jeden⸗
falls waren die Fabrikanten überall die allerkräftigsten Vorkämpfer
der Freiheit.

Heutzutage, wo wir Deutschland jedesmal in zwei Lager sich