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Schließlich noch eine kurze Notiz über die Bankverhältnisse im

Vereinigten Königreich am Schlusse der beiden betreffenden Jahre
1850 1860

Baarvorrath der Bank von England & 15,951,000 14009000
Notencirculation der Bank von England 20386,000 21,482,000
Gesammtnotencireulation im Königreiche 35,095,962 38861426

Diese verhältnißmäßige Stabilität in den Bankverhältnissen und
der Notenecirculation eines Landes, welches inzwischen einen so
außerordentlichen Aufschwung seines Handels, seiner Industrie und
seines Wohlstandes erfahren hat, und nachdem die Masse des in
Verkehr gebrachten Geldes so enorm gestiegen ist, muß bei der
ersten Betrachtung sehr auffallen. Man wird sich diese Erscheinung
vornämlich durch zwei Ursachen zu erklären haben, erstens durch die
bedeutende Zunahme des Münzvorraths und dessen Umlauf, indem
auf der Londoner Münze seit Anfang 1850 bis Ende 1860 über
56 Millionen E. an Goldmünzen ausgeprägt sind, wovon der bei
weitem größte Theil ohne Zweifel im einheimischen Umlauf verblie—
ben ist, und ferner, daß durch die weitere Ausbildung der Abrech-
nungen der Londoner Bankhäuser und Actienbanken im „Clearing-
House“ sowie der Zahlungen mittelst Anweisungen auf Banken die
Verwendung der Banknoten für viele Umsäzze jetzt ersetzt zu werdenpflegt.

Nach diesen historischen Nachweisen über die Fortschritte des
Freihandels haben wir zu untersuchen, welches die Vertheidigungs—
gründe des Schutzzollsystems sind, und dieselben nach den oben
schon im Allgemeinen angegebenen Gesichtspunkten zu prüfen.

Bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts ist als Lehre des
sogenannten Mercantilsystems folgende Schlußreihe alleinherrschend
gewesen: „Wer viel Geld hat, ist reich, wer verkauft, erhält Geld,
und wer einkauft, giebt Geld aus. Laßt uns also bei unserm
Volke das Kaufen von Fremden oder die Einfuhr durch Mauth—
linien verhindern, das Verkaufen oder die Ausfuhr hingegen,
wenn immer möglich, durch die Erzwingung des Absatzes in eigenen
Kolonien nach Kräften befördern; und wenn wir bewirken können,