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zahlen für das, was nur 2 Sous werth ist, d. h. gegen 4 Sous
giebt man uns für 2 Sous Käse und 2 Sous Nationalität. Und
die Väter des NationalSchweizerkäse werden laut verkündigen, daß
wir aufgehört haben, den Fremden Tribut zu zahlen.

Aufgemuntert durch ein so schönes Beispiel und durch den
sprüchwörtlichen Ruf unseres freien Geistes werden die Schweizer
hrerseits Preise bestimmen für den National-Bordeaur, der in der
Schweiz wächst oder in den Schweizerkellern fabrizirt wird.

Und wenn alle Völker auf diese Weise Preise für National
verfälschungen ausgesetzt haben, so fragen wir, was wird aus dem
virklichen Schweizerkäse und aus dem echten Bordeaux des Depar⸗
tements der Gironde?

Wenn alle Völker Alles selbst hervorbringen wollen, was wird
aus dem Handel werden? Handel heißt Tausch. Wenn jedes Volk
alles hervorbringt, so ist nichts mehr zu tauschen; das ist klar wie
der Tag. Alsdann wird man uns sagen, der Nationalmarkt bleibe
uns. Aber der Nationalmarkt kann niemals den Schweizerkäse von
Lanjuinais in wirklichen Schweizerkäse umwandeln. Wir sind eben
Namens der Nation gebrandschatzt durch die Producenten des Ba
stardkäses und des falschen Bordeauf!

Viele Wortführer der Schutzzölle erkennen grundsätzlich die
Handelsfreiheit als den besten Zustand an und empfehlen das
Mauthsystem nur als einen Uebergang zu demselben. Die Schutz
zölle sollen ihrer Meinung nach nicht länger dauern, als bis die
einheimische Industrie so erstarkt ist. daß sie keines Schutzes mehr
bedarf.

Sobald man aber weiß, daß die Schutzzölle die Production
und den Reichthum nicht vermehren und die Lage der Arbeiter
aicht verbessern, sondern grade das Gegentheil bewirken, so läßt sich
die Moöglichkeit der Erstarkung gar nicht begreifen; und dieselbe
muß auch gar nicht so zuversichtlich erwartet werden vou denen, die
sie versprechen, denn nie bezeichnen sie den Zeitpunkt, wo sie ein⸗
treten soll. „Geschützte“ haben den Schutz noch niemals für über⸗
flüssig erklärt; zahlreich sind hingegen die Beispiele, daß immer mehr