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Baumwollenfabrikanten sagen, unsere Gewerbe sind durch den
Schutzzoll entstanden, und können nur durch den Schutzzoll bestehen.“
Wenn man aber keine Tarifermäßigung anbieten will so darf man
auch keine Ermäßigung oder Freiheit zu erlangen hoffen. Und so
wird der Schutzzoll durch alle Verhandlungen hindurch festgehalten,
weil eben die Stimmen der Wenigen, welche durch die Aufhebung
desselben einen vorübergehenden Nachtheil erleiden könnten, lauter
find als die Stimmen der Vielen, denen das Bestehen des Schutz
zolls immerfort schadet.

Indem wir unsere Frage jetzt von einer anderen Seite be—
trachten, wiederholen wir, was Viele oft vergessen oder absichtlich
verschweigen: Das Schutzzollsystem ist eine Besteuerung der
Consumenten. Kauft man nämlich fremde Fabrikate, so muß
man die Steuer an den Staat, kauft man hingegen einheimische,
so muß man die Steuer durch einen höheren Preis an die Pro⸗
ducenten bezahlen. Wie lange nun auch dieser Zustand hier und
da schon bestehen mag, so hört doch die Verpflichtung nicht auf,
über die Berechtigung desselben Rede zu stehen. Darf der Staat
bei der Aufstellung des Zolltarifs von andern Rücksichten sich leiten
lassen, als von der gerechten und gleichmäßigen Vertheilung der
Abgabe? Hat er die Befugniß, neben den Zöllen, die er für seine
Ausgaben von der wirklichen Einfuhr erhebt, noch andere Zölle auf⸗
zustellen, durch welche die Einfuhr verhindert und das Einkommen
von einem Theile der Gewerbsleute gesichert und erhöht wird?

Diese Fragen wären wohl zu bejahen, wenn der Staat das
Einkommen aller Bürger gleichmäßig sichern und vermehren, oder
wenn die Erhöhung für den einen Theil ohne Schaden für den
andern stattfinden könnte; man würde dieselbe Entscheidung vielleicht
noch begreiflich finden, wenn der Vortheil den ärmern Klassen und
der entsprechende Nachtheil nur den Vermöglicheren zukäme; wie
aber, wenn geradezu die Besteuerung einer großen Mehrheit aller
Stände zu Gunsten einer Minderheit in Frage steht?

Das Schutzzollshstem will die Einfuhr aller gewerblichen Er⸗
zeugnisse verhindern, welche das Volk theilweise selbst hervorbringt,
oder nach der Meinung gewisser Leute selbst herborbringen sollte;