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Billigkeit, vom Eigenthum und der Freiheit, hätten wir nun die
Frage wegen des Nutzens zu lösen; und Sie werden mir zugeben,
daß das hier mein Gegenstand nicht ist. Doch hüten Sie sich wohl;
venn Sie sich auf den Nutzen berufen, um das Unrecht zu rechtfertigen,
so ist das so gut, als wenn Sie sagten: „Der Communismus oder
der Raub werden von der Gerechtigkeit verdammt, können aber
nichtsdestoweniger als nützlich zugelassen werden.“ Sie sehen,
welche Gefahr in solch' einem Geständniß liegt.
Inwiefern das Schutzzollsystem nützlich sei, mögen Sie aus
Folgendem ersehen: Baumwollengarn z. B. kostet, wenn wir es
einführen, 3 Thlr. pro Etr. weniger, als wenn wir es spinnen.
Dennoch — der Schutzzöllner sagt: darum — legen wir einen
Zoll auf, der die Einfuhr nicht verbietet, wohl aber verhindert,
und den Garnpreis gewaltsam steigert, in Folge dessen Spinne—
reien, welche 20 Millionen Thaler kosten, bei uns errichtet werden.
Dies Capital muß irgendwoher genommen, also allen anderen Ge—
werben, die keinen Ueberfluß daran haben, entzogen werden. In
Folge solcher Capitalsentziehung müssen jene anderen Gewerbe
wenigstens eben so viel Arbeiter entlassen, als welche in den neuen
Spinnereien Brod finden. — Wenn ferner beim vertheuerten Garne
die Verbraucher für ihren Bedarf an Baumwollenzeugen 2 Millionen
Thaler mehr zu zahlen haben, so müssen sie augenscheinlich für andere
Arbeitsproducte 2 Millionen Thaler weniger ausgeben, also Tisch⸗
lern, Schuhmachern, Fleischern und allen Anderen gerade um so
piel weniger zu verdienen geben. Dieser unter alle Producenten
sich vertheilende Verlust ist die ganze Frucht des sogenannten Schutzes. —
Daß das Publikum sich hierüber täuschen und das Schutzsystem für
nützlich halten kann, kommt daher, daß es die in den Spinnereien
auf einem Punkte angestellten Tausende sieht, aber die in den anderen
Gewerben auf tausend Punkten entlassenen Einzelnen übersieht; auch
ist es nicht im Stande, bestimmt zu unterscheiden, welcher den Ein
zelnen treffende kleine Verlustantheil die Folge der besonderen Schutz⸗
maßregel sei. Das Sprichwort: „was ich nicht weiß, macht mich
nicht heiß“, darf indessen nicht für die Volkswirthschaft gelten. Dem
gewissenhaft geschärften Blicke muß es auch einleuchten, erstens: