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finden kann, und daß bei weniger Bodenfläche der Ackerbau in der
Regel weder dem Besitzer eine tüchtige und sichere Existenz gewährt,
noch den Wohlstand und die Kraft des Staats vermehrt. Damit
soll jedoch keinesweges behauptet werden, daß aller kleine Landbesitz
bedenklich und gefahrbringend sei; im Gegentheil ist er in vielen
Fällen dem Familienleben ein höchst segensreicher Schutz und seine
beste Weihe. Ueberall ist es ein Glück, wo in den Händen ver⸗
ständiger und fleißiger Eigenthümer eine gartenmäßige Behandlung
des kleinen Gutes eintritt. Dabei ist aber vorausgesetzt, daß der
Besitzer desselben einen guten Nebenberdienst hat, so daß der kleine
Grundbesitz nur der Frau und den erwachsenen Kindern Gelegenheit
giebt, die unbeschäftigte Zeit nützlich zu verwenden. In diesem Fall
ist die Verwerthung des Bodens allerdings eine hohe, und es ist
deshalb wohlgethan, die Gründung kleiner Stellen für Handwerker,
Fabrikarbeiter und Tagelöhner auf alle Weise zu erleichtern und
dem gesunden Verlangen der Menschen, einen eigenen Heerd zu er—
werben, entgegen zu kommen. Ein solcher kleiner Grundbesitz bildet
moralisch fort und ist auch in materieller Hinsicht von großem Vor—
theil, indem eine hohe Bodennutzung stattfindet. Nur darf man eine
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Kleinbesitz erzeugt werden sollen; denn nicht nur sind dann die Pro⸗
ductionskosten theurer, sondern es belastet auch der Aufwand für
Gebäudeunterhaltung und Haushaltungskosten bei Kleinbesitz den
einzelnen Morgen zu sehr, als daß ein namhafter Ueberschuß von
ihm zu verlangen wäre. Und wie das Leben der Klasse kleiuer Grund.
besitzer haltlos und kümmerlich ist, so wird ihre Vermehrung auch
für den Staat unvortheilhaft. Auch kaun ohne Ersparnisse — und
diese sind bei dem kleineren Besitz nicht möglich — kein Gemein
wesen Fortschritte machen. Sind diejenigen Mitglieder eines Landes,
welche die Urproduetion in Händen haben, in einer Lage, welche ihnen
nicht erlaubt, durch Einschränkung in ihren Bedürfnissen ein Capital
zu erwerben, so fehlen die Mittel zu jedem Fortschritt in Wissen-
schaft und Kunst ebensowohl, als in Anstalten zur Volksbildung oder
in Gründung neuer Erwerbsquellen. Zu allen diesen sind Vorräthe
über den täglichen Bedarf erforderlich. Je mehr nun aber in einem