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Lande das Grundeigenthum zerstückelt ist, desto weniger Leute werden
daselbst angetroffen, welche mit Mitteln versehen sind, die höheren
Angelegenheiten der Menschheit zu fördern, oder bei einer allgemeinen
Roth hülfreich einzuschreiten, desto fühlbarer wird der Mangel an
Nahrungsmitteln bei Mißernten, desto leichter entsteht Unzufrieden
heit und Auswanderungslust. Die Erfahrung bestätigt dies überall,
und wenn große Flächen ohne das erforderliche Betriebskapital, oder
was gleich ist, ohne zweckmäßig verwendete Arbeit, keinen erfreulichen
Anblick gewähren und keine große Bodenernte hervorbringen, so geben
sie doch Hoffnung auf eine bessere Zukuuft, auf Besserung durch
Beschaffung von Capital, welchem die Menschen mit ihren Kräften
folgen, während bei dem in kleine Parzellen vertheilten Lande
nur eine Zeit der Entbehrung und Noth bevorsteht. Eine größere
Bevölkerung durch immer gesteigerte Bodentheilung hervorrufen, heißt
die Leiden der Menschheit leichtsinnig vermehren. Die Urkräfte, welche
im Boden überall in der Natur wohnen, werden dem Menschen
durch sinnreiche Arbeit dienstbar und geben die Mittel zur Bestrei⸗
tung seiner Bedürfnisse, aber der Mensch hat sorglich zu wachen,
daß er ihr Herr und Meister bleibe. Seine Herrschaft erhalten
kann er nur dadurch, daß er mit prüfender Vorsicht die Abgründe
permeidet, wo menschliche Freiheit und Gedeihen zu Grunde gehen.
Den grünen Boden, auf dem er waltet, endlos theilen, die Menschen-
kraft, welche jetzt auf großen Gütern eine Vereinigung Vieler zur
Erreichung eines bedeutenden 8wecks ist, in eine Anzahl von ein⸗
zelnen kleinen Theilen und isolirten Thätigkeiten zersplittern, heißt nichts
Anderes, als die vernünftige Freiheit des Menschengeschlechts auf—
heben und die Einzelnen zu hungernden Sclaven derselben Natur
machen, welche wir jetzt durch Capital, Intelligenz und tausendfährige
Anstrengung unterworfen haben. —

Löbe (Amtlicher Bericht über die Versammlung der deutschen
Land, und Forstwirthe in Altenburg) sagt über die unbeschränkte
Theilung des Grund und Bodens: „Geht die Mehrzahl der Güter
in einer Menge kleiner Parzellen auf, deren jede einen anderen Be⸗—
sitzer hat, und werden dadurch einestheils die Güter, welche mit
Vortheil Feldbau und Viehzucht treiben und einen Theil ihrer Pro⸗