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verloren geht, während anderntheils die kleinen Besitzungen sich ver
mehren, so kann es nicht ausbleiben, daß sich hieraus die verderb—
lichsten Folgen entwickeln. Die Zahl derjenigen Güter nimmt dann
ab, welche sich zur Viehzucht eigenen, deren Größe zum Getreidebau
in einem angemessenen Verhältniß steht und deren Ueberfluß an
Producten den Bedarf des übrigen Theils der Bevölkerung deckt.
Es bilden sich dafür kleinere Wirthschaften, deren Besitzer die nöthi⸗
gen Mittel nicht haben, ihren Grund und Boden mit Vortheil zu
benutzen, und welche doch zu viele Arbeitskräfte erfordern, um nicht
auf den Nebenverdienst der Besitzer oft störend einzuwirken. Es
entsteht neben diesen eine Unzahl kleiner Häuslernahrungen ganz
ohne oder doch nur mit geringem Feldbesitz. Die nothwendige Folge
hiervon ist: Verringerung des Viehstandes, Mangel an Dünger,
Verschlechterung der Feldwirthschaft, Verminderung der Spannkraft.
Der Ackerbau hört nach und nach auf, eine selbstständige Nahrungs-
quelle zu sein, indem das kleine Besitzthum ohne Nebenverdienst
den nöthigen Unterhalt nicht gewährt. Selbst der Vortheil, welchen
kleine und ganz kleine Wirthschaften bei Spanneultur gewähren,
schwindet, weil dieser Vortheil nur unter der Voraussetzung möglich
ist, daß den Producten hinreichender Absatz gesichert sei, oder daß
die örtlichen Verhältnisse sonst Verdienst darbieten. Für die Ge—
meinden wird es schwieriger, den Verpflichtungen nachzukommen,
welche sie gegen sich selbst und namentlich gegen den Staat haben,
besonders gegen die Militairverwaltung, wenn diese Lieferungen
und Spannung von ihnen fordert; es bietet sich dann auf dem
Lande immer weniger Gelegenheit zur Handarbeit und zum Unter⸗
kommen für Unselbstständige dar, indem die Eigenthümer solcher
Besitzungen mit den Ihrigen selbst den Boden bewirthschaften,
während die Anzahl der Arbeitsuchenden mehr und mehr wächst,
und es muß daher nothwendig ein übermäßiger Zudrang zu den
städtischen und Fabrik Gewerben entstehen. Ein solches Mißver-
hältniß führt eben dahin, daß sich nach und nach die Zahl der
Wohlhabenden vermindert, daß der kräftige Bauernstand schwindet
und an dessen Stelle eine Klasse von Landbewohnern tritt, die eher
eine Last als eine Stütze des Staats sind. Mit der zunehmenden