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durch küustliche Maßregeln und Gewalt wird man nie ein Uebel
entfernen, dessen Grund in der organischen Entwickelung des Vol—-
kes liegt.

Die Bewirhschaftungsweise des Bodens hängt zunächst von der
Art desselben ab, da die im Gebirge eine audere ist als in der Ebene,
im Weinlande eine andere, als im Kartoffellande. Man wird daher
in der Ebene die großen, im Gebirge kleinere Güter finden, — in
jener großen Betrieb, Maschinen, Arbeitstheilung, in diesem Spaten
und Karste.

Gründe gegen die Theilbarkeit:

() Die Bewirthschaftung im Großen ist billiger. Ein Gebäude
für fünfzig Arbeiter kostet nicht so viel, als fünf einzelne
Wohnungen für je zehn, ein Stall für hundert Stück Vieh,
als fünf für je zwanzig. Das Pflügen, Säen, Ernten eines
großen Stück Feldes, eines großen zusammenhängenden
Gutes geht leichter von Statten, als auf einem kleinen.
Querpflügen. Große Güter machen die Anwendung von
Maschinen möglich (Sämaschinen, Häufelpflüge, Erstirpatoren,
Dreschmaschinen, Häckselmaschinen), die Anlagen von Drains,
Bewässerung und regelrechte Bewirthschaftung der Forsten.

2) Die Ansammlung von Capital wird mehr befördert. Wer
10,000 Gulden Einkommen hat, kann mehr zurücklegen, als
zehn, die 1000 Gulden haben.

3) Die Vertheilung nimmt vielen Boden zu Grenzen, Wegen,
Wassergräben weg, der unbenutzt bleibt; sie erschwert die
Herstellung einer regelmäßigen, zum Ackern geeigneten Form
and die Bewirthschaftung wegen mangelnder Wege.

4) Bei großen Gütern ist es allein möglich, Arbeitstheilung
einzuführen. Ersparniß an Zeit und Weg, da das zu be—
hauende Stück Feld ein Ganzes bildet, während bei kleinen
Gütern die einzelnen Stücke in der Gemarkung zerstreut
herumliegen.

5) Die große Vertheilung erschwert die Steuererhebung, ver⸗
größert die Kataster, und Hypothekenbücher.