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Eben so vortheilhaft ist für den kleinen Handwerker und Fabrik—
arbeiter die Möglichkeit eines kleinen Besitzes, weil er dadurch eine
borübergehende Arbeitseinstellung oder Lohnverminderung leichter
übersteht und seine Familie productiv beschäftigen kann. Selbst
wenn er Jahr ein Jahr aus Arbeit hat, so liegt sein Grundstück
nicht unbebaut, weil seine Familie es besorgt. Bedenkt man, welcher
Ausdehnung und Vermehrung die Production des Vodens von dem
Entwässern und Düngen an durch bloße Arbeit bis zur Spitze der
Spatencultur im Gartenbau fähig ist, so wird man nicht bestreiten,
daß der fleißige Arbeiter seine Zeit immer wird ausfüllen können.

Man pflegt oft in Ländern, wo große Armuth herrscht, die—
selbe der Theilung des Bodens zuzuschreiben, während umgekehrt
diese nur eine Folge der Armuth ist. In Irland z. B. giebt es
fast nur große Güter; dennoch herrscht dort wahres Elend. Dort
ist der Mangel an Capital, an Bildung und der politische Druck
die Ursache desselben. Die Vertheilung des Bodens würde nur
dazu dienen, die Armuth zu lindern. Zudem giebt es dort
wenig Besitzer, nur Pächter, welchen die Grundstücke nur auf ganz
kurze Zeit überlassen werden, und dabei kann keine Landwirthschaft
gedeihen. Wären die kleinen Güter ihr Eigenthum, so würde es
bald anders sein. In Ulster, der anerkannt reichsten und am besten
bebauten Provinz Irlands, ist die Vertheilung des Bodens auch
am größten. In Meath hat man ebenfalls wahrgenommen, daß
die kleinen Güter besser bewirthschaftet werden, als die großen. Bei
der starken Entvölkerung, die Irland seit 25 Jahren erlitten hat
und welche noch fortdauert, kann von einer großen Zerstückelung des
Bodens überhaupt nicht mehr die Rede sein. Wenn nur Capital
vorhanden wäre, die Güter könnten groß genug gemacht werden,
ohne daß die Landbewohner anderwärts Beschäftigung zu suchen
nöthig hätten.

Im Allgemeinen zeigt die Erfahrnng, daß die Länder der
freien Theilbarkeit des Bodens am besten angebaut sind. Man
darf nur im Großen den Osten Deutschlands mit dem Westen ver—
gleichen.

In der Pfalz werden nach Hermann (Statistik des Königreichs