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man als Folge derselben die große dortige Zerstückelung und Ar—
muth betrachten, während eher die umliegenden geschlossenen Güter
daran Schuld sind, von wo das Volk in die Umgegend auswan ⸗
dert, weil es dort keinen Boden haben kann. In Würtemberg be—
trägt die Zahl der unehelichen Geburten in den Gegenden des
Güterschlusses 20 Procent, in den anderen, worunter noch dazu die
größten Städte, Stuttgart, Tübingen sind, nur sieben bis zwölf
Procent.

Die interessantesten Beobachtungen wurden in jener Hinsicht in
Sachsen gemacht und durch das statistische Bureau neuerdings ver⸗
öffentlicht. Aus diesen, mit großem Fleiße bis ins kleinste Detail
ausgearbeiteten Tabellen geht mit mathematischer Sicherheit die
mnerkwürdige Thatsache hervor, daß die kleineren Güter durchweg
veit mehr Vieh halten und ernähren, als die großen.

Aus allen den Gründen für Güterschluß und Fideicommisse
zeht nur hervor, daß sie sehr vortheilhaft für den Besitzer und zur
Erhaltung des Familienglanzes sind, daß sie zwar eine kleine Klasse
der wohlhabenden Landwirthe schaffen, deren sicherer Besitz und ge⸗
setzliche Begünstigung sie zu einer festen Stütze der Regierung
machen, daß dafür aber auch eine überaus große Mehrzahl nur
ümmerliches Auskommen hat, während in den Ländern der Theil-
»arkeit jene Qualität auch vom kleinen Besitze gilt; denn jeder
Grundbesitz hat etwas Conservatives in sich.

Carl Arndt sagt in seiner „Volkswirthschaft“ von seiner Hei⸗
math Kurhessen, daß in den Kreisen Hanau und Gelnhausen, wo
die Theilbarkeit schon seit Jahrhunderten besteht, nach den Lager⸗
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vor hundert Jahren, die Vertheilnng also ihr richtiges Maß erreicht
habe. In den Kreisen Fulda und Hünfeld dagegen besteht Güter-
schluß. Die Armuth derselben ist sprüchwörtlich, und jährlich wan⸗
dern zahlreiche Schaaren dort aus, um anderwärts Arbeit zu suchen.
Vergleicht man beide Gegenden, so ist in Hanan die Anzahl der
Landwirthe allerdings größer, und ihre Güter sind kleiner als dort,
allein trotzdem sind sie reicher. Namentlich vortheilhaft unterscheiden