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weit höher als 5 Procent: so daß das Capital sich schon in 10
Jahren verdoppeln kann. Als Durchschnitt nimmt Malthus an,
daß die Bevölkerung sich in je 25 Jahren verdopple. Nehmen wir
an, daß dasselbe in 10 Jahren in Betreff des Capitals geschehe,
so finden wir, daß, während binnen 25 Jahren die Bevölkerung
ihre Hände verzwiefacht, sich das Capital mehr als vervierfacht
haben kann, daß jene also nach Verlauf der Periode, während
welcher die Vermehrung vor sich gegangen, noch mehr Werkzeuge und
Kräfte zur Erzeugung von Lebensmitteln haben kann, als vorher.
Sind nun Arbeiter und Capital da, dann hat es mit den letzteren
keine Noth. — Wo die Production ihren geregelten Lauf geht, da
kehrt in jedem Jahr das Capital mit Gewinn zurück, und nach
20 Jahren ist für die verdoppelte Bevölkerung genügendes Capital
zum Fortbetriebe der Beschäftigung derselben vorhanden. Ob die
arbeitenden Hände aber gerade Lebensmittel oder andere Waaren
produeciren, womit sie sich Lebensmittel eintauschen können, ist völlig
gleichgültig, wofern sie nur so viele Werthe produeiren, daß das Ca-
pital stets mit Gewinn wieder zurückkehrt.“

Wenn auch das Capital nicht im Ackerbau überall 5 Procent
rägt, so trägt es dafür in der Industrie und im Handel oft desto
nehr. Rechnen wir nun den Ueberschuß, um welchen das Capital
iich unter gewöhnlichen Verhältnissen rascher vermehrt, als die Be—
pölkerung (4:325), für denjenigen Theil der letztern ab, welcher nicht
arbeitet, sondern von seinen Zinsen lebt und demzufolge das Capital
nicht durch die Aufsammlung des Gewinnes vergrößert, so bleiben
immer noch ausreichende Mittel für die Erhaltung der gestiegenen
Bevölkerung. Die Menschheit kann sich um das Dreißigfache ver—
mehren, ehe in diesem Verhältniß nur eine Aeuderung entritt.
Um also das Gleichgewicht zwischen der anwachsenden Bevölkerung
und den Lebensmitteln aufrecht zu erhalten, müssen ungefähr 5 der
Zinsen des vorhandenen Capitals aufgespart werden. Wo wmehr
gespart wird, wo namentlich außerdem höherer Gewinn als 5 Pro-
dent gemacht wird, da wächst das Capital rascher an, als die Be—⸗
völkerung, und das Land entwickelt sich neben der steigenden Be—
pölkerung zu Wohlstand. Wo hingegen der Capitalgewinn nicht