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gebnisse befriedigend befunden, während hingegen die jüngsten öster—
reichischen Volkszählungen sich fast zwei Jahre hinschleppten und
die französische jedesmal wenigstens einige Monate dauert.

Die Hauptfchwierigkeit dieser in England zuerst eingeführten
Zählungsweise liegt in dem Kostenpunkte. Denn bei der Schnellig
keit, welche die Operation erheischt, kann sie den gewöhnlichen
Beamten nicht aufgebürdet, sondern muß eigenen, ausschließlich mit
dieser Sendung beauftragten Männern anvertraut werden. Indeß
pflegt man in England vor dem Kostenpunkt nicht zurückzuschrecken,
wenn es die Ausführung einer als nützlich und praktisch erkannten
Maßregel gilt. Aber eben für Großbritannien bot jene Methode,
außer der allein durch sie erzielten Genauigkeit, noch den wesentlichen
Vortheil, daß die eigens eruannten „Enumerators“ unter eine
Centralbehörde gestellt werden konnten, deren Weisungen sie genau
befolgen und der sie strenge Rechenschaft ablegen mußten, während
ihr in dem Heimathslande der Decentralisation den Gemeindebehör—
den gegenüber die Ausübung jener Machtvollkommenheit kaum
möglich gewesen wäre.

Eigenthümlich und beachtenswerth ist die Art und Weise, in
welcher die statistischen Centralbehörden Großbritanniens eine andere
Schwierigkeit überwanden, welche eine genaue Ermittelung und Fest—
stellung der Bevölkerungsverhältnisse nahezu unmöglich zu machen
schien; wir meinen das fast unentwirrbare Chaos der Landesein-
theilung. Selbstverständlich müssen die durch eine allgemeine Volks.
zählung gewonnenen Ergebnisse, um verständlich und nutzbar zu sein,
in gewisse allgemeine Gruppen zusammengefaßt werden, welche die
Uebersicht erleichtern oder allein erst ermöglichen. — In den fest—
ländischen Staaten dienen die älteren oder neueren zu politischen
und administrativen Zwecken geschaffenen Eintheilungen, wie Depar—
tements, Provinzen, Comitate, Bezirke ꝛc, als natürliche Anhalts-
punkte dieser Gruppirungen. In Großbritannien fehlt es bekanntlich
an einer derartigen Landeseintheilung, da die Grafschaften schon wegen
ihrer verhältnißmäßig großen Menge und ihrer oft sehr vagen
Grenzen diesem Z8wecke nicht dienen können. Es mußte daher be—
hufs statistischer Zwecke eine eigene neue Landeseintheilung geschaffen