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weniger ungleichheitliche Vertheilung der Hülfe statt; denn wenn
derselben oft auch eine Organisation gegeben ist, fehlt es doch immer
mehr oder weniger an der nothwendigen Uebersichtlichkeit, Ordnung
und Energie, und es hängt — wie dies bei einem derartigen voll-
ständig freien Institut nicht anders sein kann — von dem zufälli—-
gen Zusammentreffen günstiger Umstände ab, ob die richtige Einsicht
und der gute Wille zur Herrschaft gelangen.

Der durchaus nothwendige und ganz natürliche Mittelpunkt
für die Armenfürsorge ist in den Gemeinden zu finden. Dahin
müssen alle für diesen Zweck nöthigen Maßregeln und Mittel con
centrirt und die Armen mit ihren Hülfegesuchen gewiesen werden.
Einzig den Gemeindeborstehern und Gemeindegenossen stehen die
Notizen und Einflüsse zu Gebot, durch welche eine Beseitigung,
wenigstens eine Verminderung der im Geleite oder Gefolge eines
großartigen Pauperismus auftretenden Uebel und Gefahren möglich
vird, wohin insbesondere die Ueberwachung der Unwirthschaftlichkeit
und Arbeitsscheu gehört, vorausgesetzt, daß die Gesetzgebung der
Sache einen gehörigen Rückhalt giebt. Einzig in den Gemeinden
sind die Grundlagen für Ermittlung eines gehörigen Maßstabs für
Bedarf und Verwendung der Mittel gelegen. Einzig in den Ge—
meinden ist der nöthige Zusammenhang aller wirkenden Kräfte ge—
sichert, insbesondere ein Einheitspunkt für die stets unentbehrlich und
segensreich bleibende Privatwirksamkeit und das bei großartigem
Nothstand erforderliche Eingreifen des Staats. Es ist nicht zu ver⸗
kennen, daß die Verhältnisse und organischen Einrichtungen der
kleineren Gemeinden die allgemeine Ausführung des Princips
schwierig machen; daß jedoch diese Schwierigkeiten zu überwinden
iind, wird durch wenige Andentungen gezeigt werden können.

Es wären vor Allem Organe für die Ausführung der frag
lichen Aufgabe in den Gemeinden zu bestimmen und in gehörige
Bewegung zu setzen. Die selbstständige Verwaltung der Armenfür
sorge fiele natürlich den ordentlichen Gemeindebehörden nach einer
im Wesentlichen ihrem regelmäßigen Organismus entsprechenden
Instruktion zu; neben dieser aber müßte eine regelmäßige Mitwir—-
iung der Geistlichen, Schullehrer und einiger Kirchenältesten, auch