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— für die bezüglichen Fragen — der Aerzte oder Wundärzte ge—
schaffen werden, aber nicht, wie es bisher häufig der Fall war,
zu einer förmlichen Mitverwaltung, wodurch die richtige Stellung
dieser Elemente ganz verrückt wird, sondern sie sollen bloß als
Vertreter der Sache der Noth und als Wächter und Lenker alles
dessen, was die moralische und phyhsische Seite der Aufgabe angeht,
thätig werden. Es wäre dies das Institut einer Armenanwalt .
schaft, in welchem besonders für das natürlich stets vorbehaltene
Eingreifen der Staatsgewalt ein sicherer Stützpunkt gewonnen wäre.
Es versteht sich ferner, daß so, wie die Sachen stehen, die Kräfte
und Mittel der großen Mehrzahl der Gemeinden nicht mehr aus⸗
reichen, um die Armenlast allein zu tragen, daß ihnen also Hülfe
gereicht werden muß, zunächst von Seiten der Privatwohlthätigkeit
und dann nöthigenfalls durch Zuschüsse des Staats. Wesentlich ist
aber hierbei immer, daß die Hauptlast und die Ausführung der
Maaßregeln für die Armenfürsorge den Gemeinden aufgelegt und
nicht ohne Berechnung, Ordnuug und Zusammenhang von verschie—
denen Seiten gewirkt werde, wie bisher selbst da, wo eine gewisse
Organisation der Armenhülfe stattfand, meist der Fall war. Es
liegt in der Natur der Sache, daß nur wenn die Gemeinde die
ganze Aufgabe zu vertreten hat, also einerseits die Unterstützung
festsetzt und reicht, andererseits das Defieit zu decken hat, die im
Bereich ihrer ausschließlichen Wirksamkeit befindlichen Armen zur
Sparsamkeit, Arbeit und Zucht zu bringen sind. Nichts wirkt ver—
derblicher, als wenn einmal der Rekurs an fremde Hülfe zum stän
digen Behelf und Auspruch geworden ist; es führt dies zu einem
wahren Bettelsystem, bei welchem nach und nach die sämmtlichen
Besitzlosen zu Drohnen der Gesellschaft werden, welche unbesorgt von
den Besitzenden Fütterung fordern, ihre Gemeindegenossen und Vor—
steher aber sich nicht mehr zu der geringsten Gegenanstrengung ge⸗
gen dieses Uebel herbeilassen, ja häufig dem Unwesen noch aus
unlautern Motiven mittelst täuschender Bevorwortung und der—
gleichen Vorschub leisten. Je mehr die Unbescheidenheit und Zu—
dringlichkeit wächst, desto mehr Gefährdung für eine segensreiche
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