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Grund findet, weshalb auch zwischen dieser Einnahme und der
Größe der Leistung kein Ebenmaß zu bestehen braucht.

Nach dem Gegenstande, in welchem die Einnahmen bezogen
werden, unterscheidet man Geld und Naturaleinkünfte. Letztere be—
stehen aus rohen Stoffen, wie sie hanptsächlich die Land- und Forst
wissenschaft liefert, denn außer dem Gelde eignen sich nur jene Güter
dazu, von der Regierung regelmäßig in Empfang genommen und
verwendet zu werden, weil die meisten anderen nicht gleichmäßig
genug beschaffen sind und nicht in so unveränderlicher Weise ge⸗
braucht werden, um ohne Unbequemlichkeit und Verlust in großen
Massen angehäuft werden zu können. In früheren Zeiten war es
bei dem geringen Geldverkehre, dem schwierigen Absatz der Erzeug
nisse und dem schwachen Handel angemessen, die aus dem Erwerbe
der Regierung erhaltenen Bodenerzeugnisse vorräthig zu behalten,
um sie zum Unterhalte des Hof- und Staatsdienerpersonals anzu—
wenden; auch verband man damit die Absicht, für Fälle bon Miß
wachs und Theuerung eine Aushülfe in Bereitschaft zu halten, die
den bedrängten Unterthanen wohlthätig werden könnte. Allein die
Kostbarkeit einer solchen Aufbewahrung, die Gefahr der Verluste
haben bewirkt, daß man von jenem Verfahren allmälig zurückkommt
und die viel einfacheren Geldeinkünfte vorzieht, außer insoweit man zu
Besoldungen und zur Brotlieferung für die Soldaten Getreide
nöthig hat.

Der gesammte Zug unserer Zeit geht darauf aus, den Pribat⸗
erwerb und die Regalien des Staates gegenüber dem freien Trei⸗
ben der Gesellschaft zu beschränken. Allmälig wird die Schöpfung
und Handhabung einer Menge von Einrichtungen immer mehr Asso-
ciationen oder Privaten anheimgegeben, die sonft der Vorsorge und
Thätigkeit der politischen Behörden zufielen. Der Satz, daß der
Staat als solcher keine Wirthschaft treiben dürfe, die Verurtheilung
der öconomischen Regierungsmonopole ist schon längst von der
Wissenschaft ausgesprochen. Auch Eisenbahn., Post. und Telegraphen⸗
verwaltung gesteht man ihm uicht unbestritten zu. Die positiven
Bedürfnisse der Gesellschaft sollen in erster Linie aus ihren eigenen
Kreisen heraus befriedigt werden, in unmittelbarer Unterwerfung