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Postgebiet. Thlr. gehtdedche Postgebiet. Tyhlr. — —
Oestreich 557,000 11, 68 Mecklenburg 25,000 10,25
Baiern 87,000 6, 10 Hansestädte 58,000 —
Würtemberg 53,000 9,10 England 6,562,000 39, 38
Baden 135,000 20,00 Frankreich 8,540,000 28, 12
Sachsen 223,000 30, 0 Rußland 1,620,000 32,25
Hannober 134 000 17, 21 Holland 306,000 40,20
Braunschweig 42000 32, 80 Belgien 519,000 54, 27
Oldenburg 11,000 1417 Preußen 896,000 10,20

Mit einem Gewinn, der bis 54 8 der Roheinnahme steigen
kann Gelgien), im Minimum nicht unter 68 herabgeht Baiern)
und im Durchschnitt von 16 Postgebieten zwischen 10 530 g schwankt,
würde sich gewiß auch die gewinnsüchtigste Privatunternehmung be—
gnügen. Die angedeutete Nothwendigkeit, daß der Staat Postan⸗
stalten errichte, oder die errichteten erhalte, weil das Publikum sonst
der Wohlthaten dieses Instituts verlustig ginge, liegt also durchaus
nicht vor. Gäbe der Staat die Post auf: hundert Gesellschaften
für eine wären sofort für ihre Uebernahme bereit.

Ist die officielle Intervention etwa durch den zweiten der ge,
nannten Gründe: durch höhere Staatsrücksichten geboten? Solche
Rücksichten walten allerdings in einigen Ländern vor, aber sie sind
solcher Natur, daß keine Regierung sie offen einzugestehen wagt, sie
sind so gemeinschädlich, daß eben ihretwillen das Publikum wün
schen muß, die Post nicht in den Händen des Staats zu sehen.
Oder würde es einer Privatanstalt je in den Sinn kommen, einer
Zeitung wegen ihrer Färbung die Beförderung zu untersagen? So
wenig als eine Eisenbahndirection, ein Stellwagen dem Republicaner
das Fahrbillet verweigert. Oder würde eine Privatgesellschaft, schwarze
Kabinette“ errichten, um in den erbrochenen Briefen nach Ver-—
schwörungsplänen ꝛc. zu suchen? Schon die Zwecklosigkeit eines sol—⸗
chen Unternehmens und noch mehr das eigene Interesse würde sie
davon abhalten.

Man sagt freilich, daß die Sicherheit der Sendungen geringer,
die Veruntreuung von Geld. und Werthbriefen häufiger wäre. Wir
glauben das durchaus nicht. Auch auf den Staatsposten gehört

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