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Steuern einbringen würde: ist es klar, daß das wirthschaftliche Wohl
des Landes ungleich mehr befördert würde, wenn die Salzwerke in
den Händen von Privatpersonen wären.“) Der Mehrertrag des
Ackerbaues, der Viehzucht (bei wohlfeilen Salzpreisen) würde allein
schon weit die 30 Kreuzer überwiegen, welche die Regierung jetzt
jährlich von jedem Einwohner als Gewinn am Salz erhält.

Die Porzellanfabrik zu Nymphenburg hatte bis zur letzten
Finanzabrechnung ein Defizit von 229,000 Gulden gemacht. Sie
kostet dem Staat fl. 6000 Pensionen, während Porzellanfabriken
in Privathänden mit Nutzen bestehen, und würde verkauft eine halbe
Million ergeben, also einen Zinsengewinn von 25,000 Gulden jähr-
lich. Hinsichtlich ihrer heißt es in Wirths Arbeitsgeber: „Aungenehm
war mir der Anblick der Arbeiter mit ihren rothen Bausbacken und
den wohlgenährten Bäuchen und konnte ich mich des Bedauerns
nicht erwehren, daß gerade diese Anstalt nicht gewinnbringend ar—
beite, weil mir unwillkürlich die schrecklichen Tiraden Sismondi's
über das Elend der Fabrikarbeiter ins Gedächtniß kamen. Aller—
dings wäre es sehr traurig, wenn es zwischen den beiden Endpunkten
— einer nichts eintragenden Fabrik mit wohlgenährten Arbeitern und
einer gewinnbringenden Anstalt mit einer dahinsiechenden Fabrikbe—
völkerung — keine richtige Mitte gäbe. Wir sind der Ansicht, daß
es allerdings eine solche gibt, daß solche gerade bei näherer Be—
trachtung der vorliegenden Fabrik recht klar erkannt werden kann.
Die Nymphenburger Fabrik hat geräumige, ausreichende Gebäude,
eine herrliche Wasserkraft, zu deren Herstellung in früherer Zeit ein
meilenlanger Kanal gegraben werden mußte; der jetzige technische
Direktor, Professor Knapp, führte die neuesten Verbesserungen ein,
der Urstoff kommt billiger zu stehen als den rheinischen und nord—
deutschen Fabriken, das Porzellan ist von vorzüglichster Güte; die

x*) Die kgl. Salinen in Sardinien ergaben unter dem Betriebe der Re—
gierung durchschnittlich 300,000 Ctr. Salz, und war man genöthigt, den für
das Land fehlenden Bedarf aus Frankreich zu holen. 18854 wurden die Sa—
linen an eine Privatgesellschaft übergeben und lieferten daun 540,000 Ctr.,
1855: 700,000 Ctr. und jetzt 1,250,000.