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die Erhebungskosten vermindert werden. Es war daher zweck.
dienlich, daß die meisten Staaten die directe Einkommenstener neben⸗
bei einführten. Das Volk kann sich nach und nach daran gewöh—
nen, man kann allmälig diese Abgaben erhöhen, die andern ermäßi⸗
gen und so dem Ideale der Besteuerung sich nähern.

Was die indirecte Besteuerung betrifft, so weist nicht bloß die
wissenschaftliche Untersuchung den tiefen Schaden nach, welchen sie
dem Wirthschaftsleben zufügt, sondern practische Ergebnisse bestätigen
ihn. Mit der jetzigen finanziellen Staatspraxis wäre eine aus-
schließlich directe Besteuerung allerdings unberträglich — aber diese
Praxis verträgt sich nicht mit dem wirthschaftlichen Volkswohl. Die
Beseitigung der indirecten Steuern würde es dem Staat unmöglich
machen, einen so übermäßigen Theil der Volksmittel der productiven
Verwendung zu entziehen; sie würde zu einer großen Reform der
staatlichen Praxis nöthigen; — und eben deshalb muß sie von den
Volkswirthen erstrebt werden.

Man rühmt es den indirecten Stenern nach, daß sie, weil in
kleinen Raten erhoben, nicht gefühlt werden. Aber man berechne einmal
den Gesammtbetrag der indirecten Steuern, welche z.B. der gewöhnliche
Tagelöhner in den Preisen der Lebensmittel, der Kleider, der Woh⸗
nung u. s. w. zu zahlen hat. Man wird nur zu häufig auf Beträge kom—
men, von denen man wird gestehen müssen, daß sie das Maß dessen,
was von dem Reinertrage einer wirthschaftlichen Thätigkeit vernünftiger
Weise als Staatsabgabe gefordert werden kann, weit überschreiten. In
anderen Fällen wird vielleicht dieses Maß nicht erreicht werden.
Aber in dieser Unficherheit gerade liegt die Gefahr der indirekten
Steuern. Ueberdies wäre der angeblich verhältnißmäßig geringe
Druck der indirecten Steuern nicht einmal ein Vorzug; er macht
die große Masse zu stummen Zahlern, er hilft den politischen Ge—
meingeist und das politische Interesse ertödten. Die directe Steuer
enthält einen Antrieb zum Sparen für öffentliche Zwecke; die in⸗
directe Steuer gebietet eine Enthaltsamkeit, die keine Sparsamkeit
ist, und weder dem privaten, noch dem öffentlichen Interesse irgend
zu Gute kommt,; sie ist eine Speculation auf die Unwirthschaftlichkeit.

„Nach Allem wird, sagt Bastiat, wenn jemals die direete