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des Preises auf die Consumenten gewälzt werden, aber die Er—
höhung des Preises läßt sich nur durch Einschränkung der Pro—
duction bewirken. Eine Besteuerung des Lebensbedarfes der Ar—
beiter läßt sich erst dann durch erhöhten Lohn ersetzen, wenn unter
längerem Drucke solcher Besteuernng sich die Zahl der Arbeiter ver⸗
mindert hat; und daun erschwert der Arbeitermangel und der er—
höhte Lohn die Capitalsvermehrung, drückt also wiederum später
auf den Lohn. Gerade dieses Hin und Herschieben der Last jeder
indirecten Steuer geschieht durch einen Prozeß, welcher tief in das
Wirthschaftsleben einschneidet.

Nach der Ansicht Vieler soll eine indirecte Steuer überaus
drückend, eine directe dagegen viel weniger fühlbar sein. Man
pflegt aber erst daun zu der directen Einkommensteuer zu greifen,
nachdem man die indirecten Steuern aufs Aeußerste getrieben hat;
und dann wird diese allerdings schwer empfunden. Wäre aber die
wirthschaftliche Kraft erst von der aussaugenden und lähmenden
Wirkung indirecter Steuern erlöst, so würde man eine beträchtliche
Einkommensteuer wohl ertragen!

Daß aber eine indirecte Steuer wenig fühlbar sei, ist eine arge
Täuschung. Man sagt z. B. von der Mahlsteuer, der Arbeiter
merke es nicht, wenn er beim Kaufen eines Brodes ein Paar Pfennige
mehr zahlt. Freilich, wenn er kauft und so lange er kaufen kann,
merkt er dies nicht; aber nachdem er zwanzigmal beim Brodkaufen
einen Dreier für Steuer zahlen mußte, fehlen ihm leicht für das
einundzwanzigste Brod die 5 Sgr.; er muß hungern und klagt nicht
die Steuer, sondern die schlechte Zeit oder die Härte des Arbeit—
gebers an, der ihm unzulänglichen Lohn reiche. — Die indirecte
Steuer macht sich erst nach ihrer Aufsummirung, dann aber als
Calamität, fühlbar.

Wer eine Vorliebe für die indirecte, anstatt der directen Steuer
hat, gleicht einem, der sich nicht vom baaren Gelde trennen kann,
seiner Dienerschaft keinen angemessenen Lohn zahlt, so daß er sie
darauf hinweist, ihn auf jede mögliche Weise zu übervortheilen, —
bei jedem Pfunde Kaffee und Zucker, bei jeder Flasche Wein, bei
Allem, was für die Wirthschaft gekauft wird, jedesmal einige Pfen