8. Die Monarchie.

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Schwierigkeit aus der unvermeidlichen Langfamkeit in den Berathungen jeder
sahlreichen Versammlung und aus der ungeheuren Menge der Geschaͤfte, da
das Parlament das ganze Detail der Staatsverwaltung an sich gezogen hat.
Die Verhandlungen einer zahlreichen Versammlung befinden sich in der Alter⸗
native entweder in Uebereilung und Tumult zu verfallen, wenn der Geschäfts—
zJang nicht sorgfältig geregelt ist, oder durch Formalitäten vielfach gehemmt zu
werden.
Folgende statistische Angaben können einen Begriff verschaffen von der
erdrückenden Geschäftslast des Parlamentes:
Report from the Solect Comité on the office of the Speaker together with
the proceedings of the Comité, minutes of evidence ete, ordered of the
house to he printed 12. Mai 1853.
üeturns of the house of Commons 1852-53 of the divisions of the house,
puhblic Bills, Private Bills, Public Comités and Election-VPetitions,
ordered by the house of Commons to he printed 16. Aug. 1854.
Das Parlament wurde versammelt 4. October 1852, prorogirt 20. Aug.
1853. Es saß während dieses Zeitraums 160 Tage, 1193 Stunden 14 Mi⸗
auten; davon 13324 Stunden nach Mitternacht. Jede Sitzung dauerte durch⸗
schnittlich ungefähr 77?; Stunden. Während der letzten 2 Monate saß das
Haus öfter 15 Stunden lin 24 Stunden). Mehrere Male wurde die Sitzung
um 12 Uhr Nachmittags eröffnet und dauerte, mit einer Pause von 2 Stunden,
his 3 oder 4 Uhr des andern Morgens. Zu wiederholten Malen trugen Mit
glieder darauf an, eine so verlängerte Sitzung abzubrechen, aber ohne Erfolg.
Die Sitzung von 1847 — 48 dauerte noch länger; das Haus saß an 170 Tagen
1407 Stunden. Im J. 1834 saß das Haus an 140 Tagen 1187 Stunden.
Es ist wahr, daß von Zeit zu Zeit Verhandlungen vorkommen, welche
weitlaͤufige Erörterungen, Wortgefechte, lange Reden veranlassen; und daher
glauben Manche, daß der Partheigeist, die Neigung sich als Redner hören zu
lassen, Chicane, unnütze Weitläufigkeit und zuweilen die bestimmte Absicht den
Geschäftsgang aufzuhalten, die Ursache der vielen und langen Sitzungen seien.
Allein dies ist nur zum kleinsten Theil der Fall. Im Gegentheil werden eine
ungeheure Menge Geschäfte ohne alle oder nach einer sehr kurzen Berathung
erledigt. Es ist vielmehr die enorme Masse der Geschäfte, aus welcher das Uebel
entspringt. Denn seit der Parlamentsreform ist während zwei Decennien im
Fache der Gesetzgebung und der Verwaltung mehr geleistet worden als vorher
in drei Jahrhunderten. Denn 1) fordert der Geist der Zeit Abschaffung des alten
Schlendrians; 2) die Jeitumstände und die erweiterten Beziehungen der Ver—
waltung überschreiten weit die früheren Zustände; 3) die Reform hat der gan—
zen Maschine einen neuen Impuls gegeben; 4) je mehr die Kammer die ganze
Staatsgewalt an sich gebracht hat, desto zahlreicher werden ihre Geschäfte.