Niederländischer Aufstand; Gründung der nordniederl. Republik. 5381 sollen. Vorwärts! hieß es für Requesens, vorwärts zum Kampfe. Und tüchtig griff er ein. Er besiegte auf der Mookerheide (14. April 1574) ein neues Heer des Oraniers, das Ludwig von Nassau vom Rheine herangeführt hatte; Oranien mußte er⸗ leben, daß das Schicksal seiner Brüder Ludwig und Heinrich in diesem Kampfe sich erfüllte; beide wurden nach beendeter Schlacht vermißt. Er ließ die Belagerung Leidens von neuem beginnen; und scheiterte sie schließlich im Herbst 1374 an dem heroischen Mute der Geusen wie dem sieghaften Duldersinn der Bevölkerung, so —D— es gelang ihm auch nach diesem Schlage noch, Lorbeeren zu pflücken; mit Erfolg hat er im Jahre 1575 die Belagerung von Zierikzee eingeleitet. Aber was er that, das that er in der Überzeugung, gleich— wohl wenig zu nützen. Im Februar 1576 erklärte er dem Könige als Ergebnis seiner Erfahrungen, daß man dem Lande alle Forderungen, selbst bis zur Freiheit einer Republik, werde zugestehen müssen, solle anders die katholische Religion noch gerettet und die Autorität des Königs aufrecht erhalten werden. Es war sein politisches Testament: am 5. März 1576 ist er gestorben. Jetzt hätte von Spanien aus eiligst für einen Nachfolger in dem verantwortungsvollen Amte gesorgt werden müssen. Aber die Ankunft des neuen Statthalters verzögerte sich, und Philipp übertrug dessen Gewalten einstweilen dem Staatsrat. Es war das Unklügste, was er thun konnte. Der Staatsrat war in sich zerrissen; und im Grunde unterdrückten die nieder⸗ ländischen Sympathien in den Herzen seiner Mitalieder das pPflichtbewußtsein gegen den König. Unter diesen Umständen fiel Zierikzee am 29. Juni 1576 an Mondragon, den Führer der spanischen Truppen. Man hätte davon einen neuen Aufschwung der königlichen Macht erwarten sollen. Das Gegenteil trat ein. Wie früher schon wiederholt, meuterten auch jetzt, durch Absage einer erhofften Plünderung und Ausbleiben erwarteter Soldzahlungen ent—