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        <title>Deutsche Geschichte</title>
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      <div>Niederländischer Aufstand; Gründung der nordniederl. Republik. 603 
König Heinrich, von allen Mitteln entblößt, mußte sich auf die 
wirksame Verteidigung von Amiens zurückziehen, und Elisabeth 
ging, abgesehen von Vorbereitungen zum Schutze vor einer 
neuen spanischen Armada, nicht über eine mißtrauische Kontrolle 
ihrer festländischen Verbündeten hinaus. 
Unter diesen Umständen wurde es dem erschöpften Spanien, 
dessen alternder König sein Haus zu bestellen allen Anlaß hatte, 
leicht, mit den königlichen Teilnehmern der Allianz Friedens— 
verhandlungen einzuleiten, deren Ergebnis zum mindesten die 
spanischen Niederlande vor weiteren Beunruhigungen schützen 
sollte. Am 2. Mai 1598 kam zunächst mit Frankreich der 
Friede zu Vervins zu stande. In der That konnten auf ihn 
hin noch vor dem Tode Philipps (18. Sept. 1598) die süd— 
niederländischen Verhältnisse geregelt werden. Erzherzog Albrecht, 
der bisherige Statthalter, vermählte sich mit Philipps Tochter 
Isabella, die ihrerseits die Niederlande als Erbteil erhielt; 
im wesentlichen selbständig, wenn auch noch in wichtigen Punkten 
von Spanien abhängig, hielt das neue Paar, die Erzherzöge, 
wie man sie zu nennen pflegte, im September 1599 zu Brüssel 
feierlich Einzug. 
Für die Generalstaaten aber war diese Regelung eine neue 
Bedrohung. Und noch befanden sie sich mit ganz Spanien im 
Kriegszustande. Es war eine Lage, die sie von neuem nach 
Bundesgenossen ausschauen ließ. Vor allem handelte es sich 
da um England. Unter den drückendsten Bedingungen, wie 
sie in einem Vertrage zu Westminster niedergelegt wurden, ver— 
stand sich Elisabeth schließlich wirklich dazu, einen Frieden mit 
Spanien, den sie beabsichtigt hatte, nicht zu unterzeichnen, viel— 
mehr den Generalstaaten in engbegrenzten Fällen der Bedrängnis 
zu Hilfe zu eilen. War in England nicht mehr zu erreichen, 
so versagte auch Frankreich, so sehr es an der selbständigen 
Stellung der Generalstaaten Interesse hatte, jede offene Hilfe. 
Die Staaten mußten sich mit dem Versprechen König Heinrichs 
begnügen, daß er die Republik bei der Fortführung des Kampfes 
gegen Spanien insgeheim unterstützen werde. Und derartige 
geheime Hilfen erhielten die Staaten allerdings auch sonst noch</div>
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