160 Achtzehntes Buch. Viertes Kapitel. schon allgemein, wo der Fehler zu suchen war. Man begann zu be⸗ dauern, daß der Handel nicht mehr, wie angeblich noch vor dem Dreißigjährigen Kriege, als eine „Nationalsache“ betrachtet werde. Dabei erwartete man freilich wenig oder nichts mehr vom Kaiser. „Aber,“ so ruft ein Patriot wohl aus, „sollte denn keine Fürstenhansa möglich sein, nachdem vor Jahrhunderten schon eine Städtehansa wirklich gewesen ist?“ Es war die richtige Stellung des Problems; es ist die Vorahnung der Zollvereinspolitik des 19. Jahrhunderts. Doch ein anderer Zeitgenosse antwortete dem Phantasten höhnend: „Eher werdet Ihr einen Handelstraktat mit dem Kaiser von Fez und Marokko und mit den Japanesen zustande bringen als einen dieser Träume, bei so verschiedenem Interesse der vielen deutschen Länder und Reichsstädte, je erfüllt sehen!“! Bgl. Biedermann 2 J, 326-327.