Das subjektivistische Zeitalter i. seinem Verhältnis z. individualistischen. 61 nicht mehr bloß ideologischen, sondern sehr realen, ja mate— riellen internationalen Beziehungen, und vor allem in einem neuen Kosmopolitismus dieser Beziehungen bewähren kann. Dieser neue Kosmopolitismus aber ist seit den späteren Zeiten des 19. Jahrhunderts immer reicher entfaltet worden. Jetzt erscheint die Nationalität nicht mehr in dem Grade wie früher als das höchste, noch denkbare Gefäß menschlicher Gemeinschaftsentwicklung. Jetzt wird es denkbar, daß mit mmer entschiedenerer Uberwindung der Raumhindernisse auf Erden größere Gemeinschaften wenigstens in gewissen Lebens— beziehungen an die Stelle der Nationen treten könnten; und schon scheinen einige der wichtigsten Vorbedingungen einer solchen Fortbildung erfüllt oder der Erfüllung nahe. Werden da nicht ganz neue Gemeingefühle mehr inter— nationaler, bis zu einem gewissen Grade kosmopolitis ch⸗praktischer Art auftreten? Die Nationen schaudern in Chauvinismen, in Paroxysmen des Nationalstolzes, vor der Möglichkeit ihres Nahens. Denn soviel ist klar: mehr als je werden sie dann arbeitsteilig und damit berufsunfreier eingeordnet werden in den ehernen Gang der universalen Entwicklung. Aber wir brechen ab; ein rückwärts gewandter Prophet zu sein, ist allein die Rolle, die dem Erzähler zukommt. III. Versucht man das Seelenleben des individualistischen Zeit⸗ alters mit dem des subjektivistischen auch nur in den größesten Erscheinungen zu vergleichen, so ergibt sich alsbald, daß das zwar in jedem Punkte möglich, bei der sast unendlichen Zahl dieser Punkte aber im ganzen wiederum ungemein schwierig, ja in einem kurzen Rahmen einleitender Bemerkungen un— möglich ist: schließlich wird die ganze Erzählung der nächsten Bände innerlich immer wieder auf eine solche Vergleichung hinauslaufen oder sie wenigstens zwischen den Zeilen nahe⸗ legen. Dennoch ist es nicht ohne Berechtigung, hier, noch vor den Eingangspforten der Darstellung des neuen Zeitalters,