Erste Stufe der kleindeutschen Lösung der Einheitsfrage. 367 Wäre es bei dieser eigenartigen Lage nicht das Beste, die Darstellung dieser Zeit beiseite zu lassen, da sie sich in den bisher verfolgten Stil unserer Erzählung nicht fügen will? Es wäre ein gordischer Ausweg; denn in ihrem Kerne, trotz manchen fremden Einschlages schon, gehört das historisch⸗ politische Gewebe dieser Jahrzehnte doch noch dem Ausgange der ersten Periode des Subjektivismus an, ja ist für sie nach ihrem innersten Verlaufe in manchem Betracht erst recht eigentlich die Vollendung der Zeiten. Und so wird denn ein Pfad gefunden werden müssen, der von dem bisher festgehaltenen Stil der Erzählung in das ver— schlungene Dickicht doch auch dieses Menschenalters führt. Er bietet sich am einfachsten dar, wenn der ursprünglichste Ton aller geschichtlichen Überlieferung, der der einfachen Relation der Tatsachen, angeschlagen, wenn die Ereignisse unter das unbestimmte, diffuse Licht einer bloß epischen Erzählung gestellt werden. Freilich: die frische Buntheit der Farben geht darüber verloren; und nicht immer wird es bei allem Bemühen möglich sein, Urteile zu vermeiden, die ephemer und politisch sind. So bleibt zum Beispiel schon an dieser Stelle nichts übrig, als trotz allem den Versuch zu wagen, für die Zeit von 1848 bis 1878 Abstand von der Gegenwart zu nehmen; und dies Thema wird sogar noch einmal an späterer Stelle, dann hoffentlich besser und jedenfalls eingehender erörtert werden müssen!. Da wäre denn zu sagen, daß wir uns, entgegen heute noch vielfach verbreiteten Ansichten, doch wohl bereits in sehr beträchtlicher Entfernung von den Grundlagen und der politischen Umwelt der Ereignisse selbst der siebziger Jahre befinden. Die politische Evolution der drei Jahrzehnte vom Ende der vierziger Jahre ab gehörte noch ganz der europäischen Welt an; die Erhebung der mitteleuropäischen Staaten, nicht bloß Deutschlands, auch Italiens, ja wirtschaftlich und administrativ und in der Zunahme des Staatsgebietes selbst auch Osterreichs, ist das für sie eigentlich S. unten das Kapitel über die Geschichte der auswärtigen Be— riehungen nach 1870.