Erste Stufe der kleindeutschen Lösung der Einheitsfrage. 8381 Vertragsmächte unterstellt; die Gleichstellung der Christen und Mohammedaner im türkischen Reiche wurde ebenfalls von den Vertragsmächten gewährleistet; das Schwarze Meer endlich vurde Nneutralisiert und alle Kriegsschiffe von seinen Häfen aus⸗ geschlossen. Es war das Ende einer neuen Phase der orientalischen Frage, die Deutschland in ihrem Kerne noch wenig berührt hatte. Soweit dies aber der Fall gewesen war, hatte ihre Entwicklung doch immerhin schon zur Klärung des größten innerpolitischen Problems, der Frage nach dem Verhältnisse sterreichs und Preußens zu der künftigen nationalen Gesamt⸗ entwicklung, beigetragen. Und dabei hatte nicht der Umstand entschieden, daß Osterreich schließlich weit stärker eingegriffen — geographischen Lage erschien das nur selbstverständlich. Vielmehr darauf war es angekommen, welche von den beiden deutschen Großmächten das nationale Interesse als solches am besten gewahrt habe. Und hier hatte sich, eben auf Grund der geographischen Konstellation der Ländermassen der gesamtösterreichischen Monarchie, gezeigt — und sich den Zeitgenossen mit einer Deutlichkeit, die Erinne— rungen an frühere verwandte Erfahrungen an sich noch nicht gewährleisteten, aufgedrängt —, daß schließlich doch dies reaktio⸗ näre und so vielfach verachtete Preußen der eigentliche Träger der nationalen Interessen war und sich als solcher mit den Mittel- und Kleinstaaten zusammengefunden hatte. Es war wie ein schwaches Aufleuchten der Zeiten des friederizianischen Fürstenbundes, wie eine erste neue Andeutung zugleich des zu⸗ künftigen Berufes Preußens in Deutschland. Im übrigen fiel der allgemeine Gewinn der Jahre des Krimkrieges, soweit er sich in etwas wie einer europäischen Hegemonie ausdrückte, Frankreich zu, da England, im ganzen liberal regiert, sich europäisch⸗kontinentaler Eingriffe enthielt und vor allem der Vollendung seiner kolonialen Hegemonie zu⸗ strebte. Und so darf man wohl sagen, daß nach dem Pariser Frieden Napoleon auf dem Gipfel seiner Macht stand; ja auch höchstes persönliches Glück wurde ihm in dieser Zeit zuteil,