daß er der Wohltätigkeit oder Philanthropie einen Happen hinwarf; er betete das Geld ehrlich an, daher fehlte alles Moralisieren, alles vorgebliche Almosengeben, jede Heuchelei und jeder Humbug in seiner Charakteranlage. Der Beginn der Laufbahn Sage wurde im Jahre 1816 von Farmersleuten in Oneida County, New York, in Armut und Beschränktheit ge- boren. Man weiß wenig über seine Jugend. Wir er- fahren, daß er sich als Knabe hauptsächlich nach Geld sehnte und daß er ein bemerkenswertes Talent für schneidigen Geschäftsbetrieb entwickelte. Er war in dem Materialwarenladen seines Bruders kaufmännisch tätig, wo er, wie wir wohl annehmen dürfen, zweifellos all die vor- teilhaften kleinen Kniffe in der Behandlung der Kunden lernte, die man einem tüchtigen Kommis beibringt, von ihm erwartet und für die man ihn bezahlt. Betrug war damals wie jetzt der Hebel jedes erfolgreichen Geschäftes. Zweifellos sparte er sorgfältig — ach, wie sorgfältig —, und dasselbe taten Zehntausende anderer Kommis, spar- same, ehrgeizige Bürschchen, die Geld beiseite legten, wie man es ihnen wohlwollend geraten hatte. Aber die Sparsamkeit wirkte bei den meisten von ihnen nicht richtig; sehr wenige von ihnen wurden reich, wenn sie auch an jedem einzelnen der regelmäßig vorgeschriebenen Grundsätze aufs genaueste festhielten. Es ist immer klar gewesen, daß Sparsamkeit, Mäßigkeit und harte Arbeit nicht das Rezept sind, um reich zu werden, sonst würden es viele Millionen von Menschen, die schwer arbeiten müssen und sparsam und mäßig leben, sofort werden. Die. üblichen Vorschriften erzeugten keinen Reichtum, das erfuhren Sages Gefährten. Was also brachte ihm den Reichtum ? „Lange, ehe der Flaum auf seinem Kinn erschien, hatte er in seiner näheren Umgebung den Ruf erlangt, ungewöhn- lich scharf‘ im..,Losschlagen‘ zu sein.“ So schrieb ein Lob- redner, dessen Beschreibung, so unbedeutend sie auch sein mag; doch einen Schlüssel für Sages Verfahren in seinen 27